Knapp zwei Monate nach Amtsantritt gerät Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei zentralen Politikfeldern unter Druck. Laut einer Insa-Umfrage für die Bild-Zeitung glauben 46 Prozent der Befragten nicht, dass seine Regierung die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen kann. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als bei der letzten Erhebung im Mai. Nur 41 Prozent zeigen sich optimistisch – ein Rückgang im Vergleich zur Befragung von Mitte Mai um zwei Punkte.
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Besonders deutlich fällt das Misstrauen in der Migrationspolitik aus. 28 Prozent befürchten, dass sich die Lage in Deutschland unter Merz verschlechtern wird – zehn Prozentpunkte mehr als zuvor. Nur 26 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, während 37 Prozent keine Veränderung erwarten.
Auch hinsichtlich der persönlichen Finanzlage überwiegt Skepsis. 35 Prozent erwarten eine Verschlechterung, lediglich 15 Prozent eine Verbesserung. Eine relative Mehrheit von 45 Prozent rechnet mit unveränderten Verhältnissen.
Zwar geben die Wähler Union (75 Prozent) und SPD (52 Prozent) der Regierung bei der Wirtschaftspolitik mehrheitlich Rückhalt, Anhänger von AfD, BSW und Linkspartei sind dagegen mehrheitlich pessimistisch. Ähnlich verhält es sich beim Thema Migration.