Die Ukraine hat ihre Eierexporte in die Europäische Union massiv ausgeweitet – häufig handelt es sich dabei um Ware aus Käfighaltung, wie das Onlineportal Geflügel-News berichtet. Diese Haltungsform ist in vielen Mitgliedstaaten der EU verboten. Dennoch gelangen grosse Mengen in die Lebensmittelindustrie, ohne dass Verbraucher erkennen können, wie die Eier produziert worden sind.
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Laut Zahlen lieferte die Ukraine zwischen Januar und November 2025 über 85.000 Tonnen Konsumeier in die EU – im Vorjahr waren es noch rund 13.000 Tonnen. Der Warenwert stieg von 18 auf 148 Millionen Euro. Der Anstieg folgt auf die 2022 eingeführten EU-Erleichterungen für ukrainische Agrarimporte – unter anderem die Aussetzung von Zöllen.
Verarbeitet werden die Eier meist zu Flüssigei, das in Pasta, Gebäck, Snacks und Gastronomieprodukten landet. Die Haltungsform bleibt dabei in der Regel unkennzeichnet. Das öffnet Missbrauch Tür und Tor: Nur wenige EU-Staaten – etwa Deutschland und Belgien – setzen die Stempelpflicht für Erzeugerbetriebe konsequent um. Fehlt diese Kennzeichnung, lässt sich Herkunft und Produktionsweise kaum mehr nachvollziehen.