Russland bereitet nach ukrainischen Angaben eine grossangelegte Frühjahrsoffensive im Osten und Süden der Ukraine vor. Ziel sei es, militärisch Fakten zu schaffen und Kiew später Bedingungen für ein Kriegsende zu diktieren. Das berichtet Bild-Zeitung unter Berufung auf ukrainische Zeitung Kyiv Post.
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Moskau plane parallele Angriffe im Donbass sowie in der Region Saporischschja. Demnach sollen insbesondere die Städte Slowjansk und Kramatorsk ins Visier geraten, während zugleich ein Vorstoss auf die Gebietshauptstadt Saporischschja vorbereitet werde. Russland habe für diese Offensive über 100.000 Soldaten und Hunderte Panzerfahrzeuge zusammengezogen.
Der ukrainische Militärjournalist Andrij Tsaplijenko sagt: «Russland sammelt Kräfte und bereitet für den Sommer eine neue grossangelegte Offensive im Süden und Osten der Ukraine vor.» In Moskau stelle man sich «auf Eskalation, nicht auf Diplomatie» ein – «aber sie werden gestoppt».
Auch Oberst Wolodymyr Polewyj, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftangriffstruppen, äussert sich in der Bild-Zeitung selbstbewusst. «Unsere Kräfte sind darauf vorbereitet, die derzeitige Intensität und Schlagkraft der russischen Offensive über Jahre abzuwehren.» Die Verluste der russischen Armee seien höher als deren Ersatz, eine vollständige Einnahme der Region Donezk bleibe «auf Jahre hinaus unrealistisch».