Die ukrainische Regierung bemüht sich, den diplomatischen Schaden zu begrenzen, nachdem Russland Kiew beschuldigt hat, einen Drohnenangriff auf Wladimir Putins Residenz am Waldai-See verübt zu haben. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte die Vorwürfe «Fake» und warf Moskau vor, die Gespräche mit den USA sabotieren zu wollen, berichtet die Financial Times.
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«Niemand hat Putins Residenz angegriffen», erklärte Selenskyj. Die Anschuldigungen stünden im Zusammenhang mit einer «erfolgreichen Dialogphase» zwischen ukrainischen und amerikanischen Unterhändlern – zuletzt bei einem Treffen in Mar-a-Lago mit US-Präsident Donald Trump. Selenskyj zeigte sich überzeugt, dass die USA die russische Behauptung technisch widerlegen könnten.
Die Vorwürfe aus Moskau kamen von Aussenminister Sergei Lawrow, der am Montag von 91 ukrainischen Drohnen sprach – Beweise legte er keine vor. Die russische Armee erwähnte zunächst nur den Abschuss von 18 Drohnen in der Region, ohne Putins Residenz zu nennen.