Über 30 Moscheen in Brand: Proteste im Iran schreiten trotz Internet-Blackout und Polizeigewalt voran
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Über 30 Moscheen in Brand: Proteste im Iran schreiten trotz Internet-Blackout und Polizeigewalt voran

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Über 30 Moscheen in Brand: Proteste im Iran schreiten trotz Internet-Blackout und Polizeigewalt voran
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Im Iran halten die Proteste gegen das Mullah-Regime trotz drastischer Repression und eines landesweiten Internet-Blackouts an. Auch am Freitag versammelten sich erneut tausende Menschen in zahlreichen Städten, um gegen das autoritäre System zu demonstrieren. Dabei riefen Demonstranten unter anderem «Tod Chamenei» und «Tod der Islamischen Republik».

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Über 30 Moscheen in Brand: Proteste im Iran schreiten trotz Internet-Blackout und Polizeigewalt voran
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Die Protestbewegung hat sich damit zwei Wochen nach ihrem Ausbruch nicht nur gefestigt, sondern auch geografisch ausgedehnt – auch in traditionell regimetreuen Städten wie Maschhad kam es zu Protesten. Auslöser der Unruhen war zunächst der wirtschaftliche Kollaps: Der iranische Rial fiel auf ein Rekordtief, was insbesondere unter Basarhändlern zu Streiks führte. Mittlerweile richtet sich der Widerstand jedoch zunehmend gegen das System als solches.

Die staatliche Reaktion bleibt brutal. Ein Augenzeuge berichtete im Nachrichtenmagazin Time von über 200 toten Demonstranten in sechs Krankenhäusern Teherans. Offiziell bestätigt sind laut Apollo News bislang rund 50 Todesfälle. Iranische Behörden behaupten derweil, Demonstranten hätten über 50 Banken, staatliche Gebäude und mehr als 30 Moscheen in Brand gesetzt. Das sagte Teherans Bürgermeister Aliresa Sakani am Freitag im Staatsfernsehen.

Unterdessen bleibt der staatlich veranlasste Internet-Blackout bestehen. Nur dank Satellitentechnologien wie Starlink gelingt es der Opposition, einzelne Bilder und Videos ins Ausland zu übermitteln. Auf diesen Aufnahmen ist zu sehen, wie Menschenmengen vor brennenden Gebäuden demonstrieren – darunter auch vor der Al-Rasool-Moschee in Teheran.

International wächst der Druck auf das Regime. Deutschland, Frankreich und Grossbritannien forderten ein sofortiges Ende der Gewalt und appellierten an die Einhaltung der Grundrechte. Auch die USA hatten zuvor ähnliche Forderungen erhoben, worauf Irans geistlicher Führer Ali Chamenei mit Drohungen gegen den damaligen US-Präsidenten Donald Trump reagierte. Chamenei wirft den Demonstranten vor, von Amerika gesteuert zu sein, und bezeichnet sie als «Unruhestifter».

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