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Über drei Millionen Menschen: In Deutschland leben so viele Arbeitslose wie seit Jahren nicht mehr

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Über drei Millionen Menschen: In Deutschland leben so viele Arbeitslose wie seit Jahren nicht mehr
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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar 2026 auf 3,085 Millionen gestiegen – so viele wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Das teilte die Bundesagentur für Arbeit mit, wie die Bild-Zeitung berichtet. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das ein Anstieg um 177.000 Personen, verglichen mit Januar 2025 sind es 92.000 mehr. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent.

SEBASTIAN KAHNERT / KEYSTONE
ARCHIV - 03
SEBASTIAN KAHNERT / KEYSTONE

Andrea Nahles, Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, sagte: «Derzeit gibt es nur wenig Dynamik am Arbeitsmarkt. Zum Jahresbeginn hat die Arbeitslosigkeit aus jahreszeitlichen Gründen deutlich zugenommen und damit auch wieder die Marke von drei Millionen überschritten.» Damit ist die Arbeitslosigkeit im Januar so hoch wie zuletzt 2014. Im August 2025 war die Schwelle von drei Millionen bereits kurzzeitig überschritten worden.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich auch bei den offenen Stellen: Nur noch 598.000 sind aktuell gemeldet – das sind 34.000 weniger als im Vorjahr. Auch die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. 64.000 junge Menschen sind noch ohne Lehrstelle, 41.000 von ihnen haben laut Arbeitsagentur bisher keine Stelle gefunden. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch höher liegen.

Besorgniserregend ist zudem die Entwicklung bei den Bürgergeldempfängern: Neben den 1,142 Millionen Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, sind weitere 3,826 Millionen als erwerbsfähige Bürgergeldempfänger registriert. Darunter fallen auch Personen, die trotz Erwerbstätigkeit auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Die Bundesagentur spricht von einem stagnierenden Markt, der es Arbeitslosen zunehmend erschwere, eine neue Stelle zu finden – trotz des überraschend positiven Wirtschaftswachstums im vierten Quartal 2025. Laut Statistischem Bundesamt wuchs das Bruttoinlandsprodukt in diesem Zeitraum um 0,3 Prozent, vor allem dank gestiegener Konsumausgaben.

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