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Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt, am Dienstag, dem 18. November 2025, Nachtrag. Gestern vergaß ich zu erwähnen, die Weltwoche feierte ihren 92. Geburtstag bei bester Gesundheit rüstig. Die unkonventionelle Zeitung am 17. November 1933 ist sie gegründet worden von Manuel Gasser und vor allem Karl von Schumacher. Bald ergänzt um Mabel Zuppiger, die Sekretärin, die sich dann zur eigentlichen Chefredaktorin Mauserte mit ihrem legendären Satz «Interessiert das die Leute?» Das wichtigste Kriterium. Interessiert das eigentlich jemanden, was wir hier schreiben? Nach wie vor die zwingende, die definitive Frage an jeder Redaktionskonferenz. Ihnen allen ganz herzlichen Dank für Ihr Interesse, Ihr Wohlwollen, auch Ihre... Kritische, immer wieder auch Hinterfragungen, das ist wichtig. Glauben Sie nichts, auch das nicht, was die Weltwoche schreibt. Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie glauben, dass wir etwas falsch einschätzen oder die Themen nicht so gewichten, wie Sie meinen, müssten sie gewichtet werden. Der Dialog mit dem Leser, mit dem Abonnenten ist uns sehr, sehr wichtig. und ohne diese intensive Beziehung mit unseren Abonnenten. Einige davon sind schon seit Jahrzehnten bei der Weltwoche dabei. Wäre das natürlich alles nicht möglich. Eine grosse Verpflichtung, die Weltwoche am 17. November 1933 geboren und jetzt 92 Jahre alt. In ihrem 93. Lebensjahrgang ist sie sportlich und neugierig wie eh und je unterwegs. Was sind die Themen des heutigen... Tages zu reden gibt ein Gespräch oder geben Gespräche, die der UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher mit Scott Besant geführt hat, dem amerikanischen Beauftragten, auch Handels- und Wirtschaftsbeauftragten der US-Regierung bezüglich eines Umzugs der UBS in die USA. Man versucht hier natürlich auch Druck aufzubauen, Alternativen zu... erwägen angesichts der Vorschriften, die nun der UBS drohen, aufgrund der Regulierungen des Bundesrates und des Parlaments. Hierzu ist einfach zu sagen, ganz einfach, dass eben die Versuche mit hohen Eigenkapitalvorschriften, die UBS sturmsicher zu machen, beziehungsweise die Too-Big-To-Fail-Problematik in den Griff zu bekommen, ich glaube, das ist der falsche Weg. Wichtig ist in der Wirtschaft, dass Firmen bankrott gehen können, wenn sie irgendwo in Schwierigkeiten sind. Das war ja das Problem früher bei den Schweizer Banken, dass mit ihren Auslandgeschäften sie die ganz grossen Risiken eingingen. Aber zur Haftung, zur Kasse gebeten, wurden dann jeweils die schweizerischen Einheiten mit dem ganzen Firmenkundengeschäft, mit den Sparanlagen. All den Dingen, die natürlich für die Schweiz systemrelevant sind. Und man müsste im Prinzip die verschiedenen Geschäftsbereiche so auftrennen können, dass eben im Krisenfall das US-Geschäft etwa für sich separat bankrott gehen könnte. Ob dann aber die Amerikaner diese Auftrennung, diese interne Zerspaltung und Zersplitterung der UBS akzeptierten, das ist eine ganz andere Frage, aber in die Richtung wäre wohl zu denken. mit den Mit exorbitanten Eigenkapitalvorschriften wird man die Bank kaum sicherer machen, einfach unattraktiver. Oder man macht sie einfach so sicher, dass sie dann keine Geschäfte mehr machen kann im Quervergleich mit ihren Konkurrenten. Dann ein kurioser Fall. Bern verschlampt Informationen. Fettpol vergisst. Röstis Polizeischutz. Publikum muss helfen. Umweltaktivisten stört eine Veranstaltung im Bundesrat. Albert Röstin, Schaffhausen bekannt, die lokale Polizei, wurde von Bern nicht über seinen Besuch informiert. Schlampereien und auch ziemlich schluderiges Verhalten da von einigen Gästen. Er wurde geduzt, der Bundesrat, übrigens auch von einem Deutschen, der sich da aktivistisch zu Wort meldete. Also ich würde den deutschen Bundeskanzler nicht duzen, wenn ich ihm gegenüber trete in der Bundesrepublik. Tell oder was all? Das ist die Frage. Wir haben es gestern schon angesprochen. Die Reaktion einiger Euroturbo-Medien zum Durchbruch im Zolldeal zu dieser Einigung. Ja gut, eingeknickt sind jetzt vor allem die Amerikaner, die nicht ihre 39%, sondern nur noch 15% bekommen. Klar, das ist mehr als vorher. Auf der anderen Seite hat die Schweiz eben auch mit Praktiken, die aus Sicht der USA nicht korrekt sind, sich da den Unmut zugezogen. Diese Heldenrhetorik, die wir da hören, ist sehr interessant. Wenn die Schweiz jeweils bei der EU nicht nachgibt, dann wird gejubelt. Wenn die Schweiz auf Sturm macht bei der EU, dann gibt es Kritik, zum Beispiel im Hause Ringier. Aber jetzt, wenn man mit den Amerikanern eine pragmatische Lösung findet, den Amerikanern auch entgegenkommt, aber die Amerikaner haben jetzt mehr nachgelassen, mehr nachgegeben, dann ist man zerknirscht. Warum? Weil natürlich der Ringier-Verlag. traditionsgemäss die Schweiz in der EU sehen möchte oder zumindest ziemlich eng angedockt an diese Europäische Union. Der Schweizer Fahrplan für die EU-Verträge irritiert Brüssel. Das ist noch eine interessante Story. Eine Delegation der Aussenpolitischen Kommission war in Brüssel, um da auch mit einigen EU-Gewaltigen zu sprechen. Und dort hat man gesagt, eure Pläne, diese Abstimmungen über das Vertragspaket aufzuhalten, Spalten aufzuschlüsseln, mehrere Abstimmungen durchzuführen über den institutionellen Teil, über die einzelnen Vertragsbereiche, Lebensmittel, Landwirtschaft usw. Das akzeptieren wir nicht, das wollen wir nicht. Take it or leave it. Also das Vertrauen der Europäischen Union in ihre Verbündeten da, in der schweizerischen Parteienlandschaft, das Vertrauen in die Euroturbos lässt in Brüssel offensichtlich merklich nach. eine Zumutung namens Freddy Gantner, vor zehn Jahren wollte er die AHV retten, heute will er die Schweiz vor einem Abkommen mit der EU bewahren. Gemeinsam mit anderen Milliardären hat er dazu beigetragen, dass Donald Trump die Zölle senkt. Kann ihm die Schweiz je verzeihen? Ja, Christina Neuhaus von der NZZ hat hier ein Porträt geschrieben des Partnergroupsgründers Gantner und sie hat sich diese Rhetorik zu eigen gemacht, die jetzt sich da ausbreitet in der EU-Debatte. Heute ist Ihnen auch schon aufgefallen, die Kritiker des EU-Vertrags, die Unternehmer, die da in Erscheinung treten, sind keine Unternehmer, sondern Milliardäre. Das ist eine Begrifflichkeit, die vor allem immer auch von links geprägt wird, um da schon etwas den Neid zu schüren und eine bestimmte Stimmung zu erzeugen. Die Milliardäre, ich spreche immer von Unternehmern, warum muss man von Milliardären sprechen? Es ist interessant, dass hier die NZZ sich diese... Vokabularien zu eigen gemacht hat. Dann ein interessanter Artikel im Tagesanzeiger über Novak Djokovic, der ja etwas in Ungnade gefallen ist zu Hause, weil er sich da in Serbien solidarisiert hat mit den protestierenden Studenten. Es ist interessant, wie die Medien ihn jetzt plötzlich positiv bewerten, seit er sich gegen Präsident Vucic gestellt hat. Wie explizit, das bleibe mal noch dahingestellt, aber es scheint da schon Spannungen zu geben, Entfremdungen. Djokovic war ja früher auch für die serbische Regierung ein absoluter Held, für viele Serben zu Recht ist er natürlich einer. Und wir haben ihn ja auch gepriesen, damals als mutigen Individualisten, der beispielsweise bei dieser ganzen Impfterrorgeschichte da mit Impfzwang und so nicht mitgemacht hat, sondern da gesagt hat, nein, das sei sein Körper, er wolle sich da nicht so etwas aufzwingen lassen. Da wurde er durch den Schredder gedreht und kritisiert. und jetzt Wo er da angeblich auf der richtigen Seite der Geschichte steht, da geht man sehr pfleglich und nachsichtig, geradezu euphorisch mit ihm um. Das wäre es von den Nachrichten gewesen. Vielleicht ganz kurz, in Leverkusen hatte ich gestern einen Vortrag im Scala Club, einem Jazz Club, während der Leverkusener Jazztage. Das ist eine Veranstaltung, seit 46 Jahren wird die durchgeführt, grossartig, mit tollen Namen. Billy Cobham war dort, Steve Gadd, die beiden Superschlagzeuger. Billy Cobham übrigens vermute immer noch in der Schweiz, lebend eine legendäre Figur der 70er Jahre und 80er nach wie vor hier top als Instrumentalist dabei. Viele berühmte Namen. Wir waren in einem Jazzclub auf der Bühne, volles Haus, ausverkauft, wieder eine Veranstaltung auf etwa drei Stunden mit Vortrag, mit Fragen. Unterschriften und dann noch Nachdiskussionen, Selfieterminen. Grossartig, Leverkusen, das ist bemerkenswert, hat mich beeindruckt. Leverkusen am Rheingelegen, Chemiestadt, Bayern. Leverkusen hat ja auch dem Club hier den Namen gegeben. Und die Firma Bayer 1899 hat das Aspirin auf den Markt gebracht, das erste industriell gefertigte Medikament. Ist den Schweizern also da voraus gewesen. Jetzt hat die Firma Bayer einige Probleme. Seit der Übernahme von Monsanto krankt man da an Glyphosat. Klagen die Amerikaner, haben schön gewartet, bis ein Ausländer die Monsanto gekauft hat. Um dann mit all den Sammelklagen zu kommen, interessant noch zu Leverkusen. Die Stadt ist ja entstanden erst 1930 durch einen Zusammenschluss unterschiedlicher Gemeinden unter dem Namen Leverkusen, benannt nach einem Unternehmer Karl Leverkusen. Das zeigt das Ausserordentliche, dass hier eben im Sinne einer Würdigung ein Unternehmer als Stadtpatron gewissermassen, als Namensgeber Das gibt es, glaube ich, in der Schweiz nicht, dass ein Unternehmer dermassen gewürdigt wurde. Die Wertschätzung gegenüber dem Unternehmertum hier in diesem rheinischen Kapitalismus, rheinischen Liberalismusort, in dieser alten Wiege oder in dieser Wiege der alten Bundesrepublik, hoch inspirierend, ganz tüchtige Leute, also Leverkusen sozusagen auch vom Namen her, ein Hauptquartier der Tüchtigen. In der Schweiz gibt es auch eine Stadt, die nach einem Mann benannt ist, nach Gallus, St. Gallen, ein Heiliger. Also man könnte sagen, die Schweizstätte der Heiligen, vielleicht manchmal auch etwas der Scheinheiligen, wir Schweizer. Aber in Deutschland, da gibt es eben noch Unternehmer, die namensgebend gewirkt haben. Das ist eine tolle, interessante Nachricht. Jetzt melde ich mich gleich zurück, dann mit der internationalen Ausgabe. Bitte bleiben Sie dran. Ich freue mich. Bis gleich. Musik

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UBS diskutiert Wegzug mit Trump-Regierung. Rösti von Umweltaktivisten angepöbelt. Brüssel von Schweizer Euroturbos irritiert. Novak Djokovic mutiert zum Medienhelden

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UBS diskutiert Wegzug mit Trump-Regierung. Rösti von Umweltaktivisten angepöbelt. Brüssel von Schweizer Euroturbos irritiert. Novak Djokovic mutiert zum Medienhelden
UBS diskutiert Wegzug mit Trump-Regierung. Rösti von Umweltaktivisten angepöbelt. Brüssel von Schweizer Euroturbos irritiert. Novak Djokovic mutiert zum Medienhelden
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