Die Türkei hat sich unmissverständlich gegen jegliche Angriffe auf den Iran ausgesprochen. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte in Ankara: «Wir sind gegen alle Angriffe auf die Souveränität und Stabilität des Iran, ganz gleich, von wem sie ausgehen.» Anlass für diese Äusserung ist ein US-amerikanischer Luftschlag auf iranische Nuklearanlagen, der im Kontext der israelischen Militäroperationen erfolgt ist.
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Die Stellungnahme Erdogans kommt zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen im Nahen Osten, insbesondere vor dem Hintergrund der fortdauernden Eskalation zwischen Israel und proiranischen Milizen in der Region. Ankara, das eine Vermittlerrolle zwischen den Konfliktparteien anstrebt, mahnt zur Zurückhaltung und betont die Bedeutung regionaler Stabilität.
Die Türkei positioniert sich damit erneut als geopolitischer Akteur, der sowohl westliche als auch östliche Interessen auszutarieren versucht. Erdogan betonte, man werde «nicht zulassen, dass die Region durch weitere militärische Eskalationen ins Chaos gestürzt wird».
Die Erklärung dürfte nicht nur in Washington, sondern auch in Teheran und Tel Aviv aufmerksam verfolgt werden. Ankara strebt offenkundig danach, die eigene Rolle als diplomatischer Schlüsselfaktor zwischen Nato und Nahost zu behaupten.