Die USA verlegen rund 2000 Fallschirmjäger der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten und erhöhen damit den militärischen Druck im Konflikt mit dem Iran. Das US-Verteidigungsministerium habe die Verlegung angeordnet, berichtete die New York Times am Dienstag unter Berufung auf zwei Pentagon-Vertreter.
Hupert Delany/US Army/EPA/Keystone
Die Soldaten stammen aus der «Immediate Response Force», einer rund 3000 Mann starken Brigade, die weltweit innerhalb von achtzehn Stunden einsatzbereit ist. Teile der Einheit sind bereits in Bewegung, weitere Kräfte könnten in den kommenden Tagen folgen.
Zusammen mit rund 4500 bereits entsandten Marines steigt die Zahl der zusätzlich in die Region verlegten US-Bodentruppen seit Beginn des Konflikts auf knapp 7000. Insgesamt sind etwa 50.000 Soldaten an der Operation «Epic Fury» beteiligt, die sich über den Nahen Osten, Europa und die USA erstreckt.
Unklar bleibt der genaue Einsatzort der Fallschirmjäger. Nach Angaben der Beamten sollen sie jedoch in Reichweite des Iran stationiert werden. Als mögliches Szenario gilt ein Einsatz zur Einnahme der Insel Kharg im Persischen Golf, dem wichtigsten iranischen Ölexportterminal. US-Kampfjets hatten dort kürzlich mehr als neunzig militärische Ziele bombardiert.
Weitere Marineeinheiten sind bereits unterwegs. Rund 2300 Marines sollen in den kommenden Tagen eintreffen, zusätzliche Kontingente folgen bis Mitte April. Sie könnten zunächst Infrastruktur sichern und beschädigte Flugfelder instand setzen, bevor schwereres Material und weitere Truppen eingeflogen werden.