Der 39-Prozent-Tarif, den US-Präsident Donald Trump vergangene Woche auf Schweizer Importe verhängt hat, hat zum Wochenauftakt die Schweizer Börse durchgeschüttelt. Der Swiss Market Index verlor am Montag zunächst bis zu 1,9 Prozent, bevor er sich leicht erholte und 0,2 Prozent im Minus schloss. Besonders betroffen waren exportorientierte Unternehmen wie Roche, UBS und Richemont. Die Aktien des Pharmariesen Roche fielen um 0,8 Prozent, während UBS zwischenzeitlich um 3,3 Prozent abrutschte und bei Handelsschluss 0,7 Prozent tiefer lag. Richemont verlor 1,3 Prozent.
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Die Regierung in Bern zeigte sich «bereit, ein attraktiveres Angebot zu unterbreiten», um den Konflikt zu entschärfen, wie die Financial Times berichtet. Der wirtschaftliche Druck ist erheblich: Die Privatbank Lombard Odier senkte ihre BIP-Prognose für 2025 von 1,1 auf 0,9 Prozent und warnte vor weiterem Abschwung bei anhaltenden Zöllen. «Je länger solche Zölle bestehen bleiben, desto grösser sind die Risiken für die Schweizer Wirtschaft», heisst es in der Einschätzung der Bank.
Trump hatte am Donnerstag nicht nur neue Zölle angekündigt, sondern auch «bindende Zusagen» von globalen Pharmakonzernen gefordert, die Preise für US-Konsumenten zu senken. Die Reaktion an den Börsen fiel entsprechend heftig aus – besonders für die Schweiz, deren Pharmabranche stark vom US-Markt abhängt.
Die Schweizer Nationalbank senkte infolge des Drucks den Leitzins auf null Prozent. Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen fiel auf minus 0,17 Prozent – der tiefste Stand seit Mitte Juni. Gleichzeitig verlor der Franken 0,4 Prozent gegenüber dem Euro.