Trump will nichts mehr wissen von US-Waffenspenden an die Ukraine. Der Vollblutdealer setzt auf den Verkauf von Kriegsmaterial. Somit ist die Ukraine stärker von Europa abhängig geworden. Doch während die EU-Granden hochtrabend reklamieren: Taten folgen lassen sie nicht.
«Nach dem rekordhohen ersten Halbjahr 2025 brachen die Militärhilfen für die Ukraine bereits im Sommer ein», schreibt das Kiel Institut für Weltwirtschaft in seinem «Ukraine Support Tracker». Ein Trend, der sich seither fortsetzt.
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«Im September und Oktober wies Europa der Ukraine nur 4,2 Milliarden Euro an Militärhilfe zu – deutlich zu wenig, um den Ausfall der US-Hilfen zu kompensieren.»
Und: Die Kluft innerhalb Europas wächst. Nordische Länder liefern am meisten Waffen. Deutlich dahinter liegen Deutschland, Frankreich und Grossbritannien, obwohl sie ihre Unterstützungen erhöht haben. Abgeschlagen sind Italien und Spanien. Sie leisten «nur geringe Beiträge».
Trump drängt auf eine Verhandlungslösung «bis Weihnachten». Europa fürchtet, an die Seitenlinie verbannt zu bleiben. Man will mitgestalten und reklamiert foul play an die Adresse der Amerikaner.
Doch wer seine Position nicht mit Hardware untermauert, zementiert sich selbst im Abseits. Die Europäer bleiben Trittbrettfahrer. Trittbrettfahrer haben keine Glaubwürdigkeit. Und keinen Einfluss.