US-Präsident Donald Trump plant, Englisch per Dekret zur einzigen Amtssprache der Vereinigten Staaten zu erklären. Laut dem Wall Street Journal soll die Anordnung noch diese Woche unterzeichnet werden. Damit würde eine Verordnung aus der Clinton-Ära aufgehoben, die Bundesbehörden verpflichtete, mehrsprachige Dienstleistungen anzubieten.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
Das Weisse Haus argumentiert, die Massnahme diene der «nationalen Einheit» und erhöhe die «Effizienz» der Verwaltung. Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt zur Einschränkung von Minderheitenrechten. Während über dreissig Bundesstaaten bereits Englisch als Amtssprache eingeführt haben, hatte der Kongress bisher keine landesweite Regelung beschlossen.
Trump hat in der Vergangenheit wiederholt gegen den Gebrauch fremder Sprachen in den USA gewettert und sieht in nicht-englischsprachigen Migranten eine Belastung für Schulen und Gesellschaft. Bereits während seiner ersten Amtszeit liess er die spanische Version der offiziellen Regierungswebseite entfernen – ein Schritt, den er nach seiner Wiederwahl erneut vollzog.
Vizepräsident J. D. Vance, ein langjähriger Befürworter der Initiative, brachte bereits als Senator einen Gesetzesentwurf zur Einführung eines Sprachtests für Einbürgerungen ein. Laut US-Statistiken sprechen 78 Prozent der Amerikaner zu Hause ausschliesslich Englisch, während Millionen von Bürgern Spanisch, Chinesisch oder indigene Sprachen verwenden.