US-Präsident Donald Trump bringt erneut die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ins politische Kreuzfeuer. Vor Journalisten im Weissen Haus erklärte der 79-Jährige an der Seite von Fifa-Präsident Gianni Infantino, er werde die Verlegung einzelner Spiele veranlassen, sollte es in bestimmten Städten zu Problemen kommen. «Wenn wir auch nur den geringsten Verdacht auf Schwierigkeiten haben, würde ich Gianni (Infantino, Red.) bitten, das Spiel in eine andere Stadt zu verlegen», so Trump.
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Besonders im Visier steht Seattle. Dort hatte kürzlich die linke Demokratin Katie Wilson das Bürgermeisteramt übernommen – für Trump ein rotes Tuch. «Wenn wir glauben, dass es in Seattle Probleme geben wird, wo eine sehr, sehr liberale, fast schon kommunistische Bürgermeisterin ist (...): Gianni, kann ich dann sagen, dass wir die Veranstaltung verlegen werden?», fragte er rhetorisch. Infantino entgegnete beschwichtigend: «Ja, Sicherheit hat oberste Priorität.»
Die Fussball-WM 2026 wird als grösstes Turnier der Geschichte in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Elf US-Städte sind Gastgeber. Die Auslosung findet am 5. Dezember in Washington statt.