Mit einer spektakulären – aber mathematisch fragwürdigen – Ankündigung hat US-Präsident Donald Trump erneut für Aufsehen gesorgt. «Wir werden die Arzneimittelpreise um 1000 Prozent, um 1100, 1200, 1300, 1400, 700, 600 Prozent gesenkt haben», erklärte der Republikaner laut Bild-Zeitung bei einer Veranstaltung im Weissen Haus. Dass eine Preissenkung um mehr als 100 Prozent unmöglich ist, schien ihn dabei nicht zu kümmern.
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Der peinliche Patzer sorgte international für Spott. Auf der Plattform X kommentierte ein Nutzer, Trump «plappert einfach drauflos, ohne zu wissen, was er sagt». Eine von der Bild befragte KI erklärte: Eine Reduktion um 1000 Prozent würde bedeuten, dass man beim Medikamentenkauf noch Geld ausgezahlt bekomme – rechnerisch ergebe das einen negativen Preis.
Tatsächlich sind die Medikamentenpreise in den USA im internationalen Vergleich hoch. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump versprochen, sie deutlich zu senken – blieb aber weitgehend erfolglos. Nun also der nächste Versuch, erneut mit grossen Worten: Die USA würden andere Länder unter Druck setzen, ihre Preise zu erhöhen, damit US-Pharmafirmen auch dort verkaufen könnten.