US-Präsident Donald Trump hat dem obersten Führer des Iran, Ali Chamenei, per Brief ein Ultimatum gestellt: Innerhalb von zwei Monaten müsse ein neues Atomabkommen ausgehandelt werden, andernfalls drohten ernste Konsequenzen. Das berichten Axios unter Berufung auf hochrangige US-Quellen.
Das Schreiben wurde Anfang März über einen Mittelsmann in den Vereinigten Arabischen Emiraten an die iranische Führung überbracht. Es enthalte laut den Quellen eine doppelte Botschaft: einerseits das Angebot direkter Verhandlungen, andererseits die unmissverständliche Warnung vor militärischen Aktionen durch die USA oder Israel, sollte der Iran das Angebot ausschlagen und sein Atomprogramm fortsetzen.
IRAN'S SUPREME LEADER OFFICE HAN / KEYSTONE
Die USA gehen davon aus, dass der Iran über genügend hochangereichertes Uran verfügt, um bis zu sechs Atomwaffen zu bauen. Offiziell bestreitet Teheran weiterhin, an Nuklearwaffen zu arbeiten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigt jedoch den kritischen Stand des iranischen Programms.
Während Trump öffentlich betonte, eine friedliche Lösung zu bevorzugen, sagte er auch: «Etwas wird sehr bald geschehen.»
Irans oberster Führer Chamenei wies das Schreiben zunächst als «Täuschung» zurück, doch eine spätere Erklärung der iranischen Uno-Mission liess diplomatische Gespräche zumindest nicht völlig ausgeschlossen erscheinen – sofern sie nicht auf die vollständige Demontage des iranischen Atomprogramms abzielten.
Hinter den Kulissen scheint die Lage angespannt: Trumps Sicherheitsberater Mike Waltz machte klar, dass der Iran entweder alle nuklearen Aktivitäten aufgeben müsse oder mit massiven Konsequenzen zu rechnen habe.
Das Weisse Haus äusserte sich bislang nicht offiziell. Die iranische Antwort wird laut Aussenministerium vorbereitet.