US-Präsident Donald Trump hat den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in der Affäre um die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi in Schutz genommen. Bei einem Besuch des Thronfolgers im Weissen Haus sprach Trump von einem «erstklassigen Zeugnis» für dessen Menschenrechtsbilanz. «Ich bin sehr stolz darauf, was er geleistet hat. Was er getan hat, ist unglaublich, hinsichtlich Menschenrechte und allem anderen», so Trump vor laufenden Kameras. «Es ist eine Ehre, dein Freund zu sein, und es ist eine Ehre, dass du hier bist.»
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Der Termin in Washington fand unter dem Eindruck anhaltender internationaler Kritik an der saudischen Führung statt. Menschenrechts-Organisationen und Journalistenverbände werfen dem Kronprinzen vor, die Ermordung von Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im Jahr 2018 zumindest gebilligt, wenn nicht sogar befohlen zu haben. US-Geheimdienste hatten ihn als Drahtzieher hinter der Tat identifiziert.
Der Kolumnist der Washington Post war ein prominenter Kritiker des Regimes in Riad. Seine Leiche wurde nie gefunden, Hinweise deuten auf eine systematische Zerstückelung und Entsorgung der Überreste hin. Auf eine Frage zum Fall reagierte Trump schroff: «Dinge passieren.» Er bekräftigte zudem, dass Mohammed bin Salman «nichts von der Sache gewusst» habe.