Die US-Regierung will somalischstämmigen Amerikanern, die wegen Sozialhilfebetrugs verurteilt wurden, unter Umständen die Staatsbürgerschaft entziehen. Wie Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte, prüfen das Heimatschutzministerium (DHS) und das Aussenministerium entsprechende Schritte gegen in Minnesota lebende Somalier, die in die sogenannte «Feeding our Future»-Affäre verwickelt sind.
Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved.
«Wenn eine Person die Staatsbürgerschaft durch Betrug erlangt hat, kann ihr diese nach US-Recht wieder entzogen werden», bestätigte Tricia McLaughlin, stellvertretende Ministerin im DHS, der Zeitung The Hill.
Im Zentrum steht ein milliardenschweres Betrugssystem rund um ein staatliches Essensprogramm für Kinder. Von den bisher 98 Angeklagten stammen laut Justizministerium 85 aus Somalia.
Trump kündigte im Dezember zudem an, temporäre Aufenthaltsrechte für somalische Einwanderer aufzuheben – unter direkter Bezugnahme auf den Betrugsfall. In Minnesota leben laut offiziellen Zahlen über 100.000 Menschen somalischer Abstammung.