US-Präsident Donald Trump hat sich erstmals ausführlich zu den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten geäussert – und dabei überraschend milde Töne gegenüber seinem einstigen Rivalen Bill Clinton angeschlagen. «Ich mag Bill Clinton, ich habe mich immer gut mit Bill Clinton verstanden, ich respektiere ihn», sagte Trump.
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Die Aussagen markieren einen Tonwechsel. Noch vor wenigen Monaten hatte Trump öffentlich Ermittlungen gegen Clinton gefordert. Hintergrund ist die Veröffentlichung Tausender Dokumente aus dem Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Darunter befinden sich zahlreiche kompromittierende Aufnahmen – insbesondere von Bill Clinton, unter anderem in einem Whirlpool mit einer unbekannten Person.
Trump äusserte sich kritisch, aber zurückhaltend: «Mir gefallen die Bilder von Bill Clinton nicht, die gezeigt werden. Mir gefallen auch die Bilder von anderen Personen nicht, die gezeigt werden. Ich finde das schrecklich.» Clinton sei «ein grosser Junge», der damit umgehen könne.
Zugleich betonte der Präsident, viele der gezeigten Personen hätten nichts mit Epstein zu tun gehabt – sie seien lediglich auf denselben Veranstaltungen gewesen. «Alle waren freundlich zu diesem Mann», so Trump über Epstein. Dass nun Fotos aus dem Kontext gerissen würden, bezeichnete er als ungerecht – ein Verfahren, das auf Druck von Demokraten und «einigen schlechten Republikanern» entstanden sei.
Die Affäre um Epstein zieht weiter Kreise. Die Freigabe weiterer Akten ist angekündigt.