In einer Welt, in der Staatsoberhäupter zumeist posthum in Bronze gegossen oder auf Briefmarken verewigt werden, macht Donald Trump nicht mit. Mal wieder. Er präsentiert sich als lebende Marke auf einer goldenen Plastikkarte – der «Trump Gold Card».
Auf der Website Trumpcard.gov wirbt er damit, dass gegen Zahlung von mindestens einer Million Dollar ein exklusives Aufenthaltsrecht in den USA winkt. Die Zielgruppe ist klar definiert: wohlhabende Ausländer mit Affinität für Aufenthaltsrecht und Statussymbol, kein klassisches Einwanderungsprogramm, sondern eine luxuriöse Zugangslösung mit Trumps Konterfei, der Freiheitsstatue und dem Slogan «Unlock life in America». Für das Zielsegment – globale Superreiche – trifft das Produkt den Nerv: Status, Zugang, Trump.
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Rechtlich steht das Vorhaben auf wackeligen Beinen – ein Präsident kann nicht allein ein neues Visum- oder Aufenthaltsprogramm etablieren, ohne Kongress und Gesetzgeber. Die Botschaft: Nicht Amerika wirbt um die Superreichen – sondern Trump macht es. Trump feiert nicht das Land, sondern sich selbst: Marke statt Amt, Person statt Politik. Die «Trump Gold Card» könnte einschlagen – und wenn nicht für einwandernde Superreiche, dann zumindest als Statement und als Medien-Beobachtungsobjekt.