US-Präsident Donald Trump hat die Gründungsmitglieder eines neuen «Friedensrats» für den Gazastreifen benannt. Deutschland ist dabei nicht berücksichtigt. Dem «Board of Peace» sollen unter anderem der frühere britische Premierminister Tony Blair, US-Aussenminister Marco Rubio sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angehören, teilte das Weisse Haus mit. Den Vorsitz will Trump selbst übernehmen.
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Weitere Mitglieder sind Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, der Apollo-CEO Marc Rowan, Weltbank-Präsident Ajay Banga sowie der Trump-Berater Robert Gabriel. Der frühere bulgarische UN-Nahost-Gesandte Nikolaj Mladenow soll als Vertreter des Exekutivkomitees das Tagesgeschäft führen.
Deutschland ging bei der Auswahl leer aus. Bundesaussenminister Johann Wadephul hatte zuvor erklärt, Berlin sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, und rechne mit einer Einladung zu Gesprächen über das Gremium.
Zusätzlich stellte das Weisse Haus einen Gaza-Exekutivausschuss vor, der mit einer palästinensischen Technokratenregierung und einer internationalen Stabilisierungstruppe zusammenarbeiten soll. Auch diesem gehören unter anderem Blair, Kushner und Witkoff an. Der frühere US-Generalmajor Jasper Jeffers wurde zum Befehlshaber der Stabilisierungstruppe ernannt.
Der «Friedensrat» ist Teil der zweiten Phase des von Trump vorgestellten Gaza-Plans, der ein Ende des Krieges und die Entwaffnung der Hamas vorsieht.