US-Präsident Donald Trump hat eine Ausweitung des Kampfes gegen venezolanische Drogenkartelle angekündigt – diesmal zu Land. Nachdem US-Streitkräfte bereits Luftschläge gegen Schmugglerboote in der Karibik und im Pazifik geflogen haben, kündigte Trump nun an, auch an Land gegen die Drogenrouten vorgehen zu wollen.
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In einer virtuellen Schalte mit US-Soldaten erklärte Trump laut Bild: «Sie haben in den letzten Wochen daran gearbeitet, venezolanische Drogenhändler abzuschrecken, von denen es viele gibt.» Man habe bereits beobachtet, dass die Schmuggler vermehrt auf den Seeweg verzichteten. «Und wir werden sehr bald damit beginnen, sie auch an Land zu stoppen.» Unklar bleibt, ob die USA direkt in Venezuela intervenieren oder auf Drittländern operieren wollen. Trump liess bewusst Spielraum offen: «Ich schliesse gar nichts aus.» Gleichzeitig dementierte er Berichte, wonach ein direkter Militäreinsatz in Venezuela unmittelbar bevorsteht.
Washington wirft Venezuelas Präsident Nicolás Maduro seit Jahren vor, in den Drogenhandel verwickelt zu sein. Trump hatte Maduro Anfang der Woche offiziell als Mitglied einer ausländischen Terrororganisation eingestuft. Kriegsminister Pete Hegseth verschärfte die Rhetorik zusätzlich: «Diese Drogen-Terroristen haben mehr Amerikaner getötet als Al-Qaida und sie werden genauso behandelt. Wir werden sie verfolgen, ihr Netzwerk analysieren, und dann werden wir sie jagen und töten.»
Seit September haben US-Streitkräfte nach offiziellen Angaben mindestens 21 Angriffe gegen mutmassliche Drogenboote durchgeführt. Dabei wurden 83 Personen getötet. Eine Verlegung von US-Truppen in die Karibik hatte zuletzt Spekulationen über eine bevorstehende Bodenoffensive befeuert. Maduro weist unterdessen alle Vorwürfe zurück. Seine Regierung bestreitet jede Beteiligung am Drogenschmuggel.