Im Interview mit dem Time Magazine hat US-Präsident Donald Trump klargestellt, dass er den Anspruch Russlands auf die Krim anerkenne. Anlässlich der ersten hundert Tage seiner zweiten Amtszeit sagte er: «Die Krim wird bei Russland bleiben.» Auf die Nachfrage, ob Russland die Halbinsel im Rahmen eines Friedensabkommens behalten dürfe, antwortete er: «Die Russen waren dort schon lange. Sie hatten ihre U-Boote dort lange, bevor die Zeit begann, über die wir sprechen – seit vielen Jahren.»
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Trump verwies dabei auch auf die Vergangenheit und machte die Regierung seines Vorgängers verantwortlich: «Die Krim ging an die Russen. Sie wurde ihnen von Barack Hussein Obama überlassen, nicht von mir. Wäre sie mir weggenommen worden, so wie sie Obama weggenommen wurde? Nein, das wäre nicht passiert.» Laut Trump weiss auch die ukrainische Regierung um die endgültige Abtretung der Halbinsel: «Selenskyj versteht das, und jeder versteht das.»
Diese Position ist Teil von Trumps angestrebtem Friedensplan, der eine «juristische Anerkennung der Krim» als russisch vorsieht. Für die übrigen russisch besetzten Gebiete schlägt Trump hingegen lediglich eine «faktische Anerkennung» vor, die weder rechtlich noch dauerhaft bindend sein müsste.