Mit einer scharfen Attacke gegen Peking und Delhi hat sich US-Präsident Donald Trump in die Debatte über die Finanzierung des Ukraine-Kriegs eingeschaltet. «China und Indien sind die Hauptfinanzierer des andauernden Krieges, indem sie weiterhin russisches Öl kaufen», erklärte Trump in einer Rede vor der Uno-Vollversammlung in New York. Die Passage ist in der von der Weltwoche dokumentierten Rede nachzulesen.
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Damit erneuert Trump seine Forderung nach Sekundärsanktionen gegen Länder, die enge wirtschaftliche Beziehungen zu Russland pflegen. Bereits in der Vergangenheit hatte Washington insbesondere Indien und China wegen ihrer Energieimporte aus Russland ins Visier genommen.
Delhi reagierte gelassen: Finanzministerin Nirmala Sitharaman betonte Anfang September, Indien werde «zweifellos russisches Öl kaufen». Die Einfuhren lagen zuletzt bei 1,6 Millionen Barrel pro Tag – ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Auch Peking wies Trumps Vorwürfe zurück. China betrachte die US-Sanktionen als «illegitim und einseitig». Normale wirtschaftliche, handels- und energiepolitische Beziehungen zu Russland seien «völlig legitim und legal».
Bereits im August hatte die US-Regierung Einfuhrzölle auf indische Produkte auf 50 Prozent verdoppelt – als Reaktion auf Delhis ausbleibende Kurskorrektur beim Russland-Handel. Neue Massnahmen gegen China stehen bislang aus.