US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben eine «freundliche Übernahme» Kubas. «Sie haben kein Geld, sie haben momentan überhaupt nichts. Aber sie sprechen mit uns – und vielleicht werden wir eine freundliche Übernahme Kubas vornehmen», sagte Trump am Freitag. Was er konkret darunter versteht, führte Trump nicht aus. Er deutete jedoch an, dass nach Jahrzehnten eine Entwicklung möglich sei, die für Exilkubaner in den USA positiv wäre. Aussenminister Marco Rubio verhandele auf höchster Ebene mit der kubanischen Regierung.
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Trump erklärte weiter, Kuba befinde sich «in grossen Schwierigkeiten». «Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat.» Washington hatte zuletzt den Druck auf die kommunistische Führung in Havanna erhöht. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einer Militäroperation Anfang Januar verhängten die USA ein Ölembargo gegen Kuba. Seitdem blieben auch Lieferungen aus Venezuela aus. Zudem drohte Trump anderen Staaten, die Erdöl an Kuba liefern, mit zusätzlichen US-Zöllen.
Die verschärften Massnahmen haben die wirtschaftliche Lage des Karibikstaats weiter belastet. Das US-Finanzministerium kündigte jedoch an, Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba aus humanitären Gründen zu lockern. Die USA unterhalten seit Jahrzehnten Sanktionen gegen den Inselstaat.