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Trump-Attentat-Prozess: Angeklagter fabuliert vor Gericht über Hitler und Evolution – Richterin greift ein

Im Prozess um das versuchte Attentat auf Donald Trump hat der Angeklagte Ryan Routh mit einem bizarren Auftritt für Aufsehen gesorgt. Der 59-Jährige, der sich selbst verteidigt, eröffnete das Verfahren mit einer wirren Rede über Menschheitsgeschichte, globale Konflikte und Adolf Hitler. «Was ist aus dem Homo erectus geworden?», fragte er gleich zu Beginn seines Plädoyers – ohne jeden Bezug zum Verfahren. Laut Guardian unterbrach ihn US-Richterin Aileen Cannon mehrfach, warf ihm vor, das Gericht zu «verhöhnen», und entzog ihm schliesslich nach knappen fünf Minuten Redezeit das Wort.

LOTHAR SPEER / KEYSTONE
This courtroom sketch shows Ryan Routh, left, throwing his arms up directed at U
LOTHAR SPEER / KEYSTONE

Routh wird vorgeworfen, am 15. September 2024 auf einem Golfplatz in Palm Beach mit einem Sturmgewehr auf Trump gezielt zu haben. Ein Secret-Service-Agent entdeckte ihn im Gebüsch und schoss, worauf Routh die Waffe fallen liess und floh. Die Ermittler fanden laut Anklage ein handschriftliches Bekennerschreiben sowie Beweise für wochenlange Vorbereitungen und politische Motive.

Die Staatsanwaltschaft wirft Routh versuchten Mord, Angriff auf einen Bundesbeamten und Verstösse gegen das Waffengesetz vor. Der Prozess soll zwei bis drei Wochen dauern. Trump selbst hat sich bislang nicht öffentlich geäussert.

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