Mit scharfen Worten hat US-Präsident Donald Trump Kuba dazu aufgefordert, sich auf ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten einzulassen. Hintergrund ist die jüngste Inhaftierung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. «Es wird kein Öl und kein Geld mehr nach Kuba fliessen – null!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Kuba habe über Jahre von venezolanischen Ressourcen gelebt, dafür im Gegenzug Sicherheitsdienste gestellt . «Aber nicht mehr!», schreibt der US-Präsident weiter.
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Laut BBC lieferte Venezuela zuletzt rund 35.000 Barrel Öl täglich an die Insel. Laut Trump soll diese Unterstützung nun enden. Konkrete Bedingungen für ein Abkommen nannte er nicht, wohl aber die Konsequenz: ein wirtschaftlicher Kollaps. In einem weiteren Beitrag erklärte Trump, «die USA seien jetzt der Schutz Venezuelas», während Kuba seine Rolle als Einflussmacht verloren habe. Die kubanische Regierung meldete unterdessen, dass 32 ihrer Staatsbürger bei dem US-Einsatz in Caracas ums Leben gekommen seien.
Havanna reagierte bislang nicht offiziell auf die Drohungen, Präsident Díaz-Canel hatte die Toten jedoch als «mutige kubanische Kämpfer» bezeichnet, die gegen «imperialistische Terroristen» gestorben seien. Währenddessen verschärft sich die Lage auf der Insel: Die von den USA konfiszierten venezolanischen Öltanker verschärfen eine bereits bestehende Energiekrise.
US-Aussenminister Marco Rubio, selbst kubanischstämmig, riet der Regierung in Havanna zu Vorsicht. Trump wiederum teilte einen Beitrag, in dem Rubio als künftiger Präsident Kubas vorgeschlagen wurde – mit dem Kommentar: «Klingt gut!».