Die Bundesregierung baut trotz Sparkurs kräftig Personal auf. Insgesamt 208 neue Stellen sollen im Kanzleramt und in Ministerien geschaffen werden. Auch Altkanzler Olaf Scholz profitiert: Für sein Büro sind acht Mitarbeiter vorgesehen. Laut einem Bericht von Bild sollen darunter zwei Beamte mit Besoldungsgruppen bis B6 sein – das entspricht monatlichen Gehältern von bis zu 11.370 Euro.
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Begründet wird der Schritt mit einem «unabweisbaren Bedarf», der sich auch nicht durch Umstrukturierungen abdecken lasse. Allein 40 der neuen Stellen entfallen auf das Kanzleramt, 150 sind für den Aufbau des neuen Digitalministeriums vorgesehen. Auffällig: Die geplante Ausstattung des Büros von Scholz übersteigt laut Finanzministerium die üblichen Vorgaben; sie sei aber wegen seiner Rolle während der Ukraine-Krise erforderlich.
Die zusätzlichen Posten sollen laut Regierung aus anderen Ressorts gegenfinanziert werden. Dennoch sorgt der Ausbau für Kritik – schliesslich hatte die Regierung bislang auf Sparsamkeit gepocht.