Trotz des neuen EU-Asyldeals bleibt die unerlaubte Weiterreise von Migranten mit griechischem Schutzstatus nach Deutschland ein grosses Problem. Wie die Bild-Zeitung berichtet, nutzten bis Ende November 2025 rund 14.500 Asylerstantragsteller einen «Asyltrick»: Migranten – meist aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak – gelangen über das Mittelmeer oder Landrouten nach Griechenland, beantragen dort Asyl und warten in Aufnahmezentren auf ihren Bescheid. Erhalten sie Schutz, bekommen sie einen Flüchtlingsausweis, der ihnen Bewegungsfreiheit im Schengen-Raum ermöglicht.
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Eigentlich dürfen sie damit nur kurzzeitig reisen, etwa um Verwandte zu besuchen, viele nutzen das Dokument jedoch, um dauerhaft nach Deutschland weiterzureisen und hier erneut Asyl zu beantragen, um die deutlich höheren deutschen Leistungen zu erhalten.
2024 lag die Zahl solcher Fälle noch bei 24.800. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sehen die griechischen Behörden dabei «einfach weg». Der Rückgang sei auf «härtere Grenzkontrollen» und gestiegene Schleuserpreise zurückzuführen. Von den seit Januar 2025 entschiedenen rund 27.800 Asylanträgen solcher Migranten lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 17.500 ab oder stellte sie als «unzulässig» ein, nur 10.300 wurden anerkannt.