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Trotz deutlichem Rückgang bei Asylanträgen: Wagenknecht warnt vor «Scheinasylpolitik»

Die seit Mai 2025 verschärften deutschen Grenzkontrollen wirken sich deutlich auf die Asylstatistik aus: Die Zahl der Asylerstanträge ist im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte zurückgegangen.

Von Januar bis April registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 45.681 Erstanträge – fast 46 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Anträge kamen aus Syrien, Afghanistan und der Türkei. Zwei Drittel der Antragsteller waren Männer, 41,3 Prozent minderjährig. Das berichtet die Bild unter Berufung auf den internen Asylreport der Behörde.

Trotz deutlichem Rückgang bei Asylanträgen: Wagenknecht warnt vor «Scheinasylpolitik»

Gleichzeitig offenbart der aktuelle Asylreport ein Missverhältnis zwischen Anträgen und tatsächlichem Schutzbedarf: Nur knapp jeder fünfte der Antragsteller erhielt einen Schutzstatus. Besonders deutlich wird das bei syrischen Antragstellern, deren Anerkennungsquote bei lediglich 0,2 Prozent liegt. Das Bamf verweist hier auf einen laufenden Verfahrensaufschub nach dem Sturz des Assad-Regimes.

BSW-Chefin Sahra Wagenknecht sieht darin einen strategischen Fehler der deutschen Migrationspolitik. «Wenn über 80 Prozent der Asylbewerber gar keinen Schutz benötigen, zeigt das den Kontrollverlust in der Migrationspolitik», sagt sie gegenüber Bild. Statt über neue Grenzkontrollen zu diskutieren, müsse die Bundesregierung die Anreize abschaffen, «die Menschen zu uns zu holen».

Trotz der geringen Schutzquote bleiben viele abgelehnte Asylbewerber im Land. Allein 2024 wurden 33.717 Abschiebungen abgebrochen, im laufenden Jahr waren es bis April bereits 11.753. Auch das Dublin-System versagt zunehmend: Von über 15.000 Überstellungsanträgen an EU-Staaten wurden nur 2230 tatsächlich umgesetzt.

CSU-Innenpolitiker Stephan Mayer warnt gegenüber Bild vor strukturellen Defiziten: Das Dublin-System sei gescheitert, Reformen dringend notwendig. Länder, die Rücknahmen verweigerten, müssten stärker unter Druck gesetzt werden. Mayer betont: Kein EU-Staat könne die Herausforderungen der Asylpolitik im Alleingang bewältigen.

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