Tödliche Gewalt in Regionalzug bei Homburg: 36-jähriger Schaffner stirbt nach brutaler Attacke durch mutmasslichen Schwarzfahrer
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Tödliche Gewalt in Regionalzug bei Homburg: 36-jähriger Schaffner stirbt nach brutaler Attacke durch mutmasslichen Schwarzfahrer

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Tödliche Gewalt in Regionalzug bei Homburg: 36-jähriger Schaffner stirbt nach brutaler Attacke durch mutmasslichen Schwarzfahrer
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Nach einer brutalen Attacke in einer Regionalbahn ist der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. seinen schweren Verletzungen erlegen. Der Familienvater war am Montagabend auf der Strecke zwischen Landstuhl und Homburg von einem mutmasslichen Schwarzfahrer angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Wie die Bild-Zeitung berichtet, starb er in der Nacht auf Mittwoch im Krankenhaus.

PATRICK VON FRANKENBERG / KEYSTONE
Tödliche Gewalt in Regionalzug bei Homburg: 36-jähriger Schaffner stirbt nach brutaler Attacke durch mutmasslichen Schwarzfahrer
PATRICK VON FRANKENBERG / KEYSTONE

Die Eskalation begann laut Augenzeugenberichten nach einer Fahrkartenkontrolle: Serkan C. hatte in einem Waggon eine Gruppe von vier jungen Männern zwischen 20 und 30 Jahren überprüft, darunter ein 26-jähriger Grieche ohne gültiges Ticket. Aus der Gruppe heraus sei es zunächst zu einem Streit gekommen. Der mutmassliche Täter habe den Zugbegleiter bedroht und mehrfach mit der Faust auf dessen Kopf eingeschlagen. Der Schaffner brach zusammen und wurde noch im Zug reanimiert.

Die Bundespolizei traf zehn Minuten nach dem Vorfall ein, der Notarzt weitere zehn Minuten später. Der Tatverdächtige wurde vor Ort festgenommen. Laut einer Polizeisprecherin handelt es sich um einen griechischen Staatsbürger ohne Wohnsitz in Deutschland. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts auf Totschlag erlassen.

Wie gefährlich der Alltag auf der Schiene geworden ist, zeigt ein Blick auf die Statistik: Allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 wurden laut Stern knapp 3000 Bahnmitarbeiter Opfer von Straftaten – darunter Hunderte Fälle von Körperverletzung. Die Gewerkschaft EVG spricht von einem flächendeckenden Problem: 82 Prozent der Beschäftigten hätten bereits Übergriffe erlebt.

Auf den Vorfall vom Montagabend reagierte die Deutsche Bahn bestürzt. DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla erklärte: «Der tragische Tod macht mich fassungslos und traurig. […] Wir alle bei der Deutschen Bahn verurteilen aufs Schärfste diesen schrecklichen Gewaltexzess und den völlig sinnlosen Tod des Kollegen.» Am Mittwoch kam es um 15 Uhr zu einer bundesweiten Schweigeminute an Bahnhöfen und in Zügen.

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