Nordkorea zählt laut einer Analyse von The Times zu den drei grössten Bitcoin-Besitzern weltweit. Eine Untersuchung von Arkham Intelligence zeigt, dass die berüchtigte Lazarus-Gruppe, die mit der Regierung in Pjöngjang in Verbindung stehen soll, Bitcoin im Wert von etwa 1,2 Milliarden Dollar hält.
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Die USA werfen Nordkorea vor, Kryptowährungen systematisch durch Cyberangriffe zu erbeuten, um Sanktionen zu umgehen. Laut FBI hat Pjöngjang insgesamt 1,5 Milliarden Dollar durch Hackerangriffe erbeutet, ein Grossteil davon durch den Diebstahl von 401.000 Ethereum-Token bei der Kryptobörse Bybit. Fast die Hälfte der Deviseneinnahmen Nordkoreas soll aus solchen «bösartigen Cyberaktivitäten» stammen.
Im Vergleich dazu besitzen die USA Bitcoin im Wert von über 17 Milliarden Dollar, Grossbritannien hält mehr als 5 Milliarden Dollar. Die Strategie Nordkoreas, auf Kryptowährungen zu setzen, gilt als Versuch, die durch Sanktionen eingeschränkten Finanzkanäle zu umgehen und das Militär- und Nuklearprogramm weiter zu finanzieren.