Die AfD bleibt in Thüringen mit grossem Abstand stärkste politische Kraft. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Funke Mediengruppe kommt die Partei auf 38 Prozent – ein leichter Rückgang um einen Punkt, aber weiterhin einer der höchsten je gemessenen Werte in dem Bundesland. Die CDU verharrt trotz der anhaltenden Plagiatsaffäre um Ministerpräsident Mario Voigt wie im vergangenen Dezember bei 24 Prozent. Auch die Entscheidung der TU Chemnitz, Voigt wegen mehrerer Plagiate den Doktortitel zu entziehen, zeigt laut Umfrage bislang keine Auswirkungen auf die Wahlabsichten.
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Drittstärkste Kraft in Thüringen bleibt die Linkspartei mit stabilen 14 Prozent. Die SPD legt leicht zu und erreicht nun sieben Prozent – gleichauf mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Keine Chancen auf den Einzug in den Landtag hätten derzeit die Grünen mit nur drei Prozent. Die FDP wird in der Insa-Erhebung gar nicht mehr ausgewiesen.
Die Umfrage wurde zwischen dem 27. Januar und dem 2. Februar unter 1.000 wahlberechtigten Thüringern durchgeführt. Sollten kleinere Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, könnte die AfD auch ohne Koalitionspartner eine Mehrheit erreichen – ein Szenario, das die politische Landschaft Deutschlands grundlegend verändern würde.