Wo ich bin, ist die deutsche Kultur», soll Thomas Mann gesagt haben, als er am 21. Februar 1938 in New York von Bord des Atlantikschiffs «Queen Mary» ging. So überliefert es sein Bruder Heinrich. An anderer Stelle schrieb Thomas Mann selbst: «Wo ich bin, ist Deutschland.» Bescheidenheit klingt anders. Wie kann ein Schriftsteller – auch wenn er Nobelpreisträger und zweifellos einer der grössten Romanciers des 20. Jahrhunderts ist – von sich behaupten, Deutschland, die deutsche Kultur zu verkörpern?
Ohne Dünkel, Moralismus, Besserwisserei: J ...