Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Teures neues Verpackungsgesetz: Deutsches Umweltministerium plant Verschärfungen für Wirtschaft und Handel

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Teures neues Verpackungsgesetz: Deutsches Umweltministerium plant Verschärfungen für Wirtschaft und Handel
Teures neues Verpackungsgesetz: Deutsches Umweltministerium plant Verschärfungen für Wirtschaft und Handel
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Das Bundesumweltministerium unter Carsten Schneider treibt die Umsetzung der neuen EU-Verpackungsverordnung PPWR voran – und plant damit weitreichende Eingriffe in den Verpackungsmarkt. Ein aktueller Referentenentwurf zeigt: Abgaben, Quoten und ein erweitertes Verbot von Kunststoffprodukten könnten Unternehmen künftig deutlich stärker belasten, berichtet das Portal Apollo News.

OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE
epa12502544 Minister of the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety of Germany Carsten Schneider speaks with the media during the European Environment Council meeting in Brussels, Belgium, 04 November 2025
OLIVIER MATTHYS / KEYSTONE

Kern der Reform ist die Umsetzung der im Februar 2025 in Kraft getretenen EU-Verordnung, die ab August 2026 unmittelbare Gültigkeit entfalten soll. Ziel: weniger Verpackungsmüll, mehr Wiederverwertung, schärfere Regeln für Materialien und Produzenten. Die Bundesregierung will dafür ein eigenes nationales Regelwerk aufbauen – mit neuen Auflagen und zusätzlichen Kosten für die Wirtschaft.

So sollen etwa leichte Kunststofftragetaschen aus dem Handel verschwinden. Verpackungen müssen schadstoffärmer, effizienter und wiederverwendbar werden. Hersteller, Händler und Onlineplattformen dürfen künftig nur noch registrierte Verpackungen vertreiben – andernfalls drohen Vertriebsverbote. Zudem sollen verpflichtend gebrauchte Verpackungen zurückgenommen werden – kostenfrei und möglichst ortsnah.

Ein zentraler Bestandteil des Entwurfs ist die Gründung einer neuen, bundesweit einheitlichen Organisation zur Steuerung und Finanzierung der Abfallvermeidung. Ab 2027 müssen Hersteller feste Beiträge pro Tonne Verpackungsmaterial entrichten. Die geschätzten Mehrkosten für die Wirtschaft liegen laut Umweltministerium bei jährlich 90 Millionen Euro – plus einmaliger Aufwand von rund 4,5 Millionen Euro. Kritiker befürchten, dass diese Zahl zu niedrig angesetzt ist.

Auch die Recyclingvorgaben sollen strenger werden: 90 Prozent bei Glas und Papier, steigende Quoten für Metalle und Kunststoffe. Exporte in Nicht-EU-Staaten dürfen nur noch dann als recycelt gelten, wenn sie dort unter vergleichbaren Umweltstandards behandelt werden.

Minister Schneider hatte zunächst eine spätere Einführung der EU-Vorgaben angestrebt, konnte sich aber in Brüssel nicht durchsetzen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.