Balz Halter ist Verwaltungsratspräsident eines Familienunternehmens in der Baubranche. In der SRF-Dokumentation mit dem sehr schön linksastigen Titel «Wo, wo, Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» wurde er interviewt. Erste Frage: «Wie ist es, wenn man Hunderte von Leuten verdrängt?»
In diesem Stil geht es weiter. Die Berichterstattung sei tendenziös gewesen, dass seine Familie beschlossen habe, die Halbierungsinitiative zu unterstützen – mit einer spontanen Spende von 100.000 Franken. «Vielleicht ist der einzige Weg, wie beim SRF wieder ausgewogenere Beiträge erscheinen, eine Reduktion der Mittel», sagte er gegenüber 20 Minuten. CH Media hatte zuerst über den Fall berichtet.
Screenshot SRF
«Der Film hatte einzig zum Zweck, die Immobilienbranche zu diskreditieren», wird Halter zitiert. Der Beitrag habe nicht den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Schweiz gefördert, wie das die SRG ständig von sich behauptet, sondern die Polarisierung. Vergeblich intervenierte der Unternehmer vor der Ausstrahlung gegen den tendenziösen und unsachlichen Beitrag.
Eindeutig ist auch das Resultat einer Umfrage von 20 Minuten über die Berichterstattung von SRG im Allgemeinen. 57 Prozent, eine deutliche absolute Mehrheit, finden sie «oft tendenziös und politisch gefärbt». Nur 20 Prozent beurteilen sie als «meistens ausgewogen und objektiv».