Mehr als 5000 Menschen haben in Hamburg für einen Umsturz im Iran demonstriert. Nach Angaben aus der Stadt zogen am Samstag rund 5500 Teilnehmer mit Flaggen Irans, der USA, Israels und Deutschlands durch die Hansestadt. Die Kundgebung stand unter dem Motto «Nein zur Islamischen Republik Iran!» und war bereits vor längerer Zeit angemeldet worden. Es gab Trommeln und «USA, USA»-Rufe. Laut dem Norddeutschen Rundfunk sagte Mitorganisator Reza Zare: «Wir warten seit 47 Jahren auf den Moment.» Dieser Krieg sei für die Iraner.
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In Berlin beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 1600 Menschen an der Demonstration «Freiheit für Iran» vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor. 450 Beamte waren im Einsatz. An einer weiteren Versammlung am Neptunbrunnen nahmen in der Spitze 160 Personen teil. Vor der iranischen Botschaft in Dahlem versammelten sich etwa 30 Menschen. Ein Mann, der nicht Teilnehmer war, versuchte nach Polizeiangaben, mit einer Flagge über den Zaun zu klettern. Einsatzkräfte hinderten ihn daran.
In München demonstrierten rund 500 Menschen gegen die Führung in Teheran. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf. Auch in Frankfurt kam es zu Protesten.
In den USA versammelten sich Exil-Iraner unter anderem in Washington, New York und Los Angeles. Die Los Angeles Times zitierte eine Demonstrantin mit den Worten: «Dies ist ein fantastischer Tag, den wir uns nicht einmal in unseren Träumen vorstellen konnten.»