Der Wiener Politanalyst Peter Westenthaler liess in einer Gesprächssendung auf OE24 mit einem exotischen Vorschlag aufhorchen: Als Österreicher sollte man ins Ausland ziehen, seinen Pass aufgeben und dann als Flüchtling in die alte Heimat zurückkehren. Denn damit könne man sein Leben wesentlich verbessern.
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Hintergrund der Idee: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass eine Familie aus Syrien mit elf Kindern jeden Monat 9000 Euro netto vom Staat kassiert. Die Summe setzt sich zusammen aus Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Familienbeihilfe und Mietbeihilfe.
Rechtlich bewegt sich dabei alles im erlaubten Rahmen. Das Gesetz erlaubt es, die Sozialhilfe um bis zu ein Drittel zu erhöhen, wenn es die «besonderen regionalen Bedürfnisse» erfordern.
Die Aufregung der Bürger ist dennoch gross. Mit 108.000 Euro pro Jahr hängt die Grossfamilie aus Syrien den durchschnittlichen Wiener klar ab. Das Durchschnittsgehalt in der Stadt liegt bei 48.000 Euro jährlich – also nicht einmal der Hälfte.
Um einen Einzelfall dürfte es sich dabei nicht handeln. Laut Statistik gibt es in Wien vier Familien mit elf Kindern und 234 mit mehr als sieben Kindern.
Wien gilt als Magnet für Migranten. Weil es keine bundesweit einheitliche Regelung der Sozialhilfe gibt, zieht es sie in die Hauptstadt, wo die staatliche Unterstützung unter SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig weit über der in anderen Bundesländern liegt.