Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Mittwoch, dem 25. März 2026. Es herrscht viel Stress. auf der Welt. Überall hat man den Eindruck, sind Spannungen da, offene Konflikte, sogar Kriege nicht allzu weit entfernt. Einiges ist aus den Fugen geraten. Symptome für Fehlentwicklungen, die jetzt korrigiert oder verschlimmert werden, vorübergehend. Auf jeden Fall sind wir in einer anspruchsvollen Umbruchsphase, auch für die Wirtschaft. Ist das alles andere als einfach. Wir haben einen disruptiven amerikanischen Präsidenten mit grossen Auswirkungen und Folgefibrationen und Erdbebenerschütterungen für die ganze Welt. Wir sehen das jetzt auch im Nahen Osten. Das wirft natürlich Fragen auf. Was bedeutet das für einen Kleinstaat wie die Schweiz? Sehr verwundbar, international ausgerichtet. Wir sind zu schwach, wir sind zu arm, um auf der eigenen Scholle kleben und stecken zu bleiben. Aber wie managt man diese Weltoffenheit richtig? Das ist das Rätsel, das ist die Herausforderung, das ist das Problem, das man immer wieder zu lösen hat. Und hier liegen eigentlich die Antworten schon auch in der Geschichte, die Grundsätze, die der Reitgenossenschaft geholfen haben über die letzten fast 800 Jahre, doch einigermassen, nicht unbeschadet, Stopper. sehr erfolgreich durch die Geschichte zu kommen. Ich sage ja oft, die Schweiz ist die erfolgreichste Selbsthilfeorganisation des Abendlandes. Und auf die heutige Zeit umgelegt bedeutet dies, wenn es draussen kracht und stürmt, erstens, du musst die Segel selber setzen können. Du darfst dir nicht von anderen Kapitänen erzählen lassen, wie du dein Land durch diese Wogen durch diese Stürme zu steuern hast. Die Unabhängigkeit ist wichtig, die Beweglichkeit ist wichtig, die Flexibilität, dass man sich alle Fluchtwege offen hält, im ganz wörtlichen Sinne. Und wir sehen das ja immer wieder in existenziellen Situationen. Nehmen Sie Grand Montana, um hier ein ganz sinnfälliges Beispiel herauszugreifen. Diese fürchterliche Brandkatastrophe, die zu Todesfällen führte, Sonderzahl. Warum? weil eben Fluchtwege nicht vorhanden waren. Und in der Weltpolitik, wenn es brennt, wenn es knallt, dann ist das sehr, sehr wichtig. Und da sind die Neutralitätsgrundsätze gefragt in so einem Zusammenhang. Die Neutralität, sich eben nicht mit fremden Kriegen gemein zu machen. Das heisst nicht, dass man keine persönliche Meinung dazu äussern darf oder haben soll. Ganz im Gegenteil. Aber die Schweiz hat sich hier nicht hineinziehen zu lassen. Da haben wir eine grosse Orientierungslosigkeit. Das gilt aber auch für die ganz grundsätzliche Selbstbestimmung in diesem Land. Wer macht eigentlich die Gesetze? Ist das die Europäische Union? Sind das Instanzen, die weit entfernt über die Schweiz entscheiden können? Wie kann man auf die Idee kommen, dass diese Brüsseler Behörden besser wissen, was für unser Land gut ist, als wir selber? Wir dürfen doch dieses Instrument. nicht aus der Hand geben. Da sind wir bei den institutionellen Verträgen. Es sind institutionelle Verträge und die EU und die Schweiz sind gegensätzliche Institutionen. Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Und natürlich auch die Kassen sind in Ordnung zu halten. Das Geld ist sorgfältig anzulegen und damit ist sehr haushälterisch umzugehen. wenn ich sehe, dass die Stadt Zürich Wenn man zum ersten Mal seit elf Jahren ein Defizit hat, dann löst das natürlich entsprechende Assoziationen aus, dass man das Geld nicht im Griff hat, vor allem eben in diesen linksregierten Städten, wo das Finanzielle leicht zur Hand rausgeht. Und ja, die Wirtschaft wird dann einfach als gefällige Milchkuh behandelt, die man immer mehr ausnehmen kann, die man immer mehr belasten kann. Das sind nicht schweizerische Nachhaltigkeits... Und ein wichtiges Thema ist natürlich auch die Zuwanderung. Wie viel Zuwanderung verkraftet die Schweiz? Und da hat die SVP, die Schweizerische Volkspartei, gestern ihre Kampagne gestartet gegen die 10 Millionen Schweiz. Und das ist interessant. Sie versucht diesen Abstimmungskampf zu gewinnen mit einer wie wir den Medienberichten entnehmen können, nicht allzu provokativen Kommunikation. Man hält sich da etwas zurück. Das SVP-Logo wird auch eher in den Hintergrund gestellt. Und man vertraut offensichtlich auf die Kraft des Anliegens, auch auf den Slogan der Kampagne «10 Millionen Schweiz». Die SVP möchte da einen Deckel reinziehen. 9,5 Millionen sind die ständige Wohnbevölkerung, wird der Bundesrat aufgefordert, entsprechende Restriktionen vorzunehmen. Nationalrat Thomas Matter aus dem Kanton Zürich hat das erklärt, er ist der Kampagnenführer, dass nach wie vor eine Zuwanderung von etwa 40'000 Menschen pro Jahr möglich sei. Die Wirtschaftsverbände laufen natürlich Sturm dagegen und die SVP wirft dann eben diesen Organisationen vor, sie würden die kurzfristige Profitmöglichkeiten, nämlich billige Arbeitskräfte zu rekrutieren, in den Vordergrund stellen. Das wird sehr interessant sein zu beobachten, ob man mit diesem etwas zurückhaltenden, gefälligeren SVP-Stil diese Abstimmung gewinnen kann. Es gibt ja auch Stimmen innerhalb der Volkspartei, die eher skeptisch sind, die sagen, diese starren Quotenregelungen sind immer schwierig. Der Schweizer möchte ja etwas Flexibilität haben, meistens am falschen Ort, bei der Neutralität zum Beispiel, da fordern ja auch die... Flexibilitätsweltmeister eine grosse Beweglichkeit. Da bin ich ganz streng dagegen, denn bei der Neutralität, bei Krieg und Frieden darf man eben einer Regierung keinen Spielraum geben. Wir wollen nicht, dass wir in solche Kriege hineingezogen werden. Ob diese fixe Grenzwertfestlegung, diese Festzurrung, dieses Korsett, dieses Zahlenkorsett, Ob das verfängt bei dieser Kampagne, das wird sehr interessant sein zu beobachten. Nach wie vor beschäftigt das Unglück bei den Titlisbahnen, der Absturz der Gondel bei starkem Wind. Es melden sich nun beschlagene Experten zu Wort, die sagen, wie ist es möglich, dass bei diesem Windgang noch eine... Frau auf eine Gondel gehen konnte, bergwärts, das sei sehr fahrlässig gewesen. Jetzt gibt es auch Stimmen, die sagen, man hätte tatsächlich mit einer Nachrüstung, dass den Pendelausschlag bei starken Föhnwindböen verkleinern können, mit der Konsequenz eben, dass es nicht zu so einem Unglück gekommen wäre. Das muss jetzt juristisch abgeklärt werden. Das sind natürlich sehr, sehr heikle Fragen. und wir leben in Zeiten, in denen ja sehr schnell gefeuert wird, in denen sehr schnell vorverurteilt wird und dieser Versuchung muss man immer wieder widerstehen. Zum Krieg im Iran möchte ich mich vor allem in der internationalen Ausgabe dann äussern. An dieser Stelle nur so viel, die Vereinigten Staaten haben offensichtlich einen Friedensplan vorgelegt, der ist in amerikanischen Medien zum Thema geworden. Nur ein paar Punkte daraus. Die US-Forderungen... Abbau der bereits aufgebauten nuklearen Kapazitäten, Verpflichtung, dass der Iran niemals nach Atomwaffen streben wird, kein Anreichen von Material auf iranischem Boden und das gesamte angereicherte Material wird der IAEO innerhalb, das ist die entsprechende Atomkontrollbehörde, innerhalb eines zeitnahen Zeitplans übergeben. Der Iran wird das Paradigma der Stellvertreterkriege aufgeben. Also hier bietet ein... Starkes Ultimatum verhängt, die Märkte haben sich ein bisschen beruhigt, der Ölpreis scheint etwas heruntergekommen zu sein, lese ich in den Morgennachrichten auch aufgrund der Aussagen Trumps. Er sei da im Gespräch mit der iranischen Regierung, was die Iraner allerdings wieder dementieren. In den Medien überwiegt ein düsterer, ein finsterer Tenor. Man ist sich im Grunde einig, dieser Krieg sei ein absoluter Fehlschlag. Bin nicht so sicher, ob man solche weitreichenden Schlussfolgerungen jetzt schon ziehen kann. Da gibt es eine Reihe von Bemerkungen dazu zu machen. Mal sehen, ob ich da in der internationalen Ausgabe dazu komme. Vielleicht noch ein Thema, das wir ansprechen können. In der Schweiz ist die Energiediskussion wieder voll am Laufen und man kann da eigentlich ja nur den Kopf schütteln, wenn man sieht, wie vor... Ja, etwas über zehn Jahren damals der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde, völlig überstürzt von der damaligen Energieministerin, von den Medien hochgejubelt, Doris Leuthardt, die da wie eine Sonnenkönigin durchs Bundeshaus defilierte. Und jetzt stellt sich heraus, was man damals schon wusste, was wir übrigens in der Wettwoche auch geschrieben haben, könnt ihr das alles wieder bringen, dass das verrückt ist jetzt, diese Energieträgerform einfach aufzugeben. Und jetzt? Endlich mit Zeitverzögerung und grossen erheblichen Kosten wird da Gegensteuer gegeben. Immerhin in der Schweiz, unser System, das ist eben auch immer wieder zu erwähnen, ist korrekturfähig und ist korrekturfähiger als andere Systeme. Schauen Sie mal nach Deutschland, wie dort die ganze Reformdiskussion festgefahren ist, verkrustet ist und unsere direkte Demokratie, unser... Ein schweizerisches Selbstbestimmungsmodell, das vielleicht etwas langsamer schaltet, zum Glück langsamer schaltet, dadurch können die Dummheiten der Politik nicht so schnell durchschlagen. Es ist langsamer, aber es ist eben substanzieller, es ist fundierter und vor allem besteht auch die Möglichkeit, Fehler zu korrigieren. Allerdings ist unser System vermutlich besser darauf abgezirkelt, Fehler im Ansatz zu verhindern, damit man sie eben nachher nicht korrigieren muss. Aber immerhin, wir haben diese Flexibilität und das gilt es zu erhalten. Man muss reagieren, dass sich die Menschen irren, dass sich Politiker irren können. Das ist geschenkt, das ist selbstverständlich. Da soll man nicht überheblich von sich selber allzu hohe Meinungen entwickeln. Wichtig ist, dass man diese Fehler dann eben korrigieren kann, auch in einem politischen System und wir sind ja nicht zum Glück in einer Diktatur, wo man sozusagen hüst und hott handeln kann. Also hier ein durchzogenes Fazit. Zum einen fürchterlich, dass wir damals ausgestiegen sind, jetzt aber immerhin die späte Einsicht und da spielt ja der neue Energieminister Albert Rösti doch eine Rolle. Er versucht das ja auch irgendwo im Einklang mit den Gegenkräften, die es ja auch gibt, hier zu verändern. zustande zu bringen. Hoffen wir, dass ihr Erfolg habt. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen herzlich für die Aufmerksamkeit. Das ist es gewesen von Daily Schweiz. Jetzt dann gleich die internationale Ausgabe im Anschluss. Merci vielmals und Ihnen einen wunderschönen guten Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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