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Studie zeigt: Hundehalter leiden seltener an Depressionen

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Studie zeigt: Hundehalter leiden seltener an Depressionen
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Hundebesitzer leiden seltener an Depressionen und stressbedingten Erkrankungen als Menschen ohne tierischen Begleiter. Dies zeigen aktuelle Forschungsergebnisse aus Japan, veröffentlicht im Fachjournal iScience, wie der Spiegel berichtet. Die Ursache dafür liegt nicht nur im bekannten Kuschelhormon Oxytocin, sondern überraschend in den Mikroorganismen im Hundespeichel.

THOMAS WARNACK / KEYSTONE
Studie zeigt: Hundehalter leiden seltener an Depressionen
THOMAS WARNACK / KEYSTONE

Wie das Forscherteam herausfand, übertragen sich bestimmte Bakterien vom Maul des Hundes auf seine Halter – vor allem über Küssen, Lecken und engen Körperkontakt. Diese Mikroorganismen beeinflussen die menschliche Psyche offenbar positiv: Jugendliche mit Familienhund waren psychisch stabiler, sozialer und weniger aggressiv als Gleichaltrige ohne Haustier. Zugleich zeigten Speichelproben eine auffällige Besiedlung mit spezifischen Hundebakterien.

In einem weiteren Versuch wurden die Bakterien auf Mäuse übertragen. Resultat: Die Tiere verhielten sich sozialer und empathischer als Artgenossen, die mit einer neutralen Bakterienflora ausgestattet waren. Für den Ulmer Stressforscher Stefan Reber, der an der Studie nicht beteiligt war, sind die Befunde plausibel. Er vermutet, dass die Hundebakterien das Immunsystem regulieren und so stressbedingte Entzündungen dämpfen, schreibt der Spiegel.

Auch frühere Studien stützen diese Theorie. Hundebesitzer weisen demnach ein robusteres Immunsystem auf, das sie besser gegen seelischen Druck schützt. Bereits ein Bürohund kann laut Arbeitspsychologen das Burn-out-Risiko von Angestellten senken.

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