Nach einem Bekennerschreiben der linksextremistischen Gruppe «Vulkangruppe» zum jüngsten Stromausfall in Berlin hat der CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter einen russischen Ursprung des Schreibens vermutet. Das Bundesinnenministerium weist diese Darstellung zurück.
«Der Brandanschlag lässt sich als linksterroristische Tat qualifizieren», erklärte eine Sprecherin des Ministeriums dem Portal Apollo News. «Die Authentizität des Bekennerschreibens wird als gegeben eingeschätzt. Erkenntnisse über eine mögliche russische Übersetzung liegen nicht vor. Erkenntnisse über eine sogenannte false flag-Aktion liegen ebenfalls nicht vor.»
MONIKA SKOLIMOWSKA / KEYSTONE
Kiesewetter hatte zuvor auf der Plattform X einen Beitrag geteilt, der mithilfe eines KI-Dienstes analysiert worden war. Demnach sei der Text sprachlich auffällig und erinnere an eine holprige Übersetzung aus dem Russischen. In einem Interview mit der Zeitung Die Welt äusserte Kiesewetter die Vermutung, die Gruppe könne sich entweder schlecht ausdrücken oder lasse sich von aussen instruieren. Nichts könne ausgeschlossen werden, sagte er.