Der Stromausfall in Berlin hat offenbar erste Todesopfer gefordert. Wie mehrere Medien berichten, starben zwei Frauen unter den Folgen des von der linksextremen «Vulkangruppe» verübten Anschlags auf die Stromversorgung. Die Generalbundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen und stuft die Gruppierung als mögliche «terroristische Vereinigung» ein.
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Eine Frau soll bei Glätte und fehlender Strassenbeleuchtung ausgerutscht und tödlich gestürzt sein. Wegen des Netzausfalls sei es nicht möglich gewesen, rechtzeitig Hilfe zu rufen, berichtet das Magazin Cicero. Eine offizielle Bestätigung durch die Polizei liegt bislang nicht vor.
Ein zweiter Fall ereignete sich laut der Zeitung Junge Freiheit im Süden der Hauptstadt. Dort wurde eine Seniorin tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Ihr Bruder entdeckte sie am Folgetag. Ob Kälte oder missglückte alternative Heizversuche zum Tod führten, ist unklar. Hinweise deuten auf eine mögliche Vergiftung durch Rauchgase hin.
Der Stromausfall hatte am Samstagmorgen durch einen Kabelbrand in einer Hochspannungsbrücke begonnen. Betroffen waren zeitweise über 45.000 Haushalte sowie rund 2000 Gewerbekunden. Auch 74 Pflegeeinrichtungen waren zwischenzeitlich ohne Strom, konnten aber mittlerweile wieder versorgt werden.