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Strategie «Trump-Beschwichtigung»: Wie Europa mit vagen Zusagen im Iran-Krieg die US-Hilfe für Kiew sichert

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Strategie «Trump-Beschwichtigung»: Wie Europa mit vagen Zusagen im Iran-Krieg die US-Hilfe für Kiew sichert
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Die europäische Diplomatie setzt laut einem Bericht von Politico verstärkt auf gezielte Signale der Kooperationsbereitschaft im Nahen Osten, um eine Abkehr der USA von der Ukraine zu verhindern. Vier EU-Diplomaten sagen dem Nachrichtenportal, in Brüssel würde die Sorge wachsen, dass US-Präsident Donald Trump die Unterstützung für Kiew als Druckmittel nutzen könnte, um die europäischen Partner zu einem stärkeren Engagement gegen den Iran zu bewegen. Trump hatte die Nato jüngst als «Papiertiger» kritisiert und den Alliierten vorgeworfen, sich nicht an der Sicherung der strategisch wichtigen Strasse von Hormus zu beteiligen.

Montage der Weltwoche (Vorlage: Tolga Akmen/EPA/Keystone)
Strategie «Trump-Beschwichtigung»: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der britische Premierminister Keir Starmer, der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron
Montage der Weltwoche (Vorlage: Tolga Akmen/EPA/Keystone)

Diese Entwicklung stellt die EU vor eine strategische Herausforderung, da militärische Ressourcen wie Patriot-Abwehrraketen derzeit verstärkt im Nahen Osten verbraucht werden, während sie der Ukraine zur Verteidigung gegen Russland fehlen. Zudem berichtete Politico über ein russisches Angebot an Washington, die Geheimdienstzusammenarbeit mit dem Iran einzustellen, falls die USA im Gegenzug die Informationsweitergabe an die Ukraine stoppen. Auch wenn dieses Angebot in Washington angeblich auf Ablehnung stiess, verdeutlicht es laut Politico die Gefahr, dass die Ukraine zum Gegenstand globaler Tauschgeschäfte werden könnte. Präsident Wolodymyr Selenskyj äusserte bereits die Befürchtung, dass der Fokus der USA auf den Nahen Osten die Friedensbemühungen in seinem Land verzögern könnte.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, würden führende europäische Politiker versuchen, Handlungsbereitschaft zu demonstrieren, ohne sich vollständig in den Iran-Konflikt hineinziehen zu lassen. Während Nato-Generalsekretär Mark Rutte die Zerstörung iranischer Kapazitäten ausdrücklich als wichtig für die europäische Sicherheit lobte, bemüht sich der französische Präsident Emmanuel Macron um diplomatische Lösungen über die Vereinten Nationen. Auch der britische Premierminister Keir Starmer signalisierte Entgegenkommen, indem er die Nutzung britischer Stützpunkte für Angriffe auf iranische Ziele freigab. Hinter diesen Schritten steht laut Diplomaten vor allem ein Ziel: Trump zufriedenzustellen, um die amerikanische Unterstützung für die Ukraine nicht zu verlieren.

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