Deutschland verzeichnet zu Beginn 2026 einen deutlichen Rückgang bei den Asyl-Erstanträgen. Laut Bundesinnenministerium stellten im Januar lediglich 7649 Personen einen Erstantrag – das entspricht einem Rückgang von rund 49 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres, als noch 14.920 Anträge eingingen.
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Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht darin einen klaren Beleg für die Wirksamkeit der verschärften Migrationspolitik. «Die Zahlen zeigen schwarz auf weiss: Die Migrationswende geht auch im Januar weiter. Unsere Massnahmen wirken, der Kontrollverlust wird Schritt für Schritt beendet», sagte er der Bild-Zeitung.
Bereits 2025 hatten sich die Asylzahlen merklich reduziert: 113.236 Erstanträge bedeuteten ein Minus von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inklusive Folgeanträgen belief sich die Gesamtzahl auf 168.543 – ein Rückgang um 32,8 Prozent.
Dobrindt forderte dennoch zur Vorsicht auf. Euphorie sei unangebracht, man müsse an den Grenzen weiterhin «konsequent kontrollieren», um den Trend zu stabilisieren. Seit der Einführung verschärfter Regeln im Mai 2025 seien mehr als 21.500 Personen direkt an den Grenzen zurückgewiesen worden. Insgesamt wurden über 46.000 Einreiseverweigerungen ausgesprochen.