Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Mittwoch, dem 10. September 2025. Ich freue mich, dass Sie da sind und ich bemühe mich. auch den Negativschlagzeilen eine positive Schwingung zu geben. Ganz wichtig, ohne das Negative gibt es das Positive nicht. Zum Guten gehört auch das Schlechte und gerade aus dem Schlechten kann Gutes hervorkommen, eben durch die Gegenreaktion, die irgendwann, meistens zu spät, dann notwendigerweise entsteht. Das ist gewissermassen die Dialektik, die Köppelsche. Weltwoche Daily Dialektik des Morgens, mit der es mir gelingt, auch aus den trübsten Abgründen noch einen Lichtblick zu fischen. Und das wird heute auch in der Sendung nötig sein. Denn der Ständerat hat in Bern entschieden, wir sind fassungslos, eine Öffnung, eine Auflockerung des Grenzregimes, nämlich sich zu beteiligen am EU-Asylpakt. Was ist der EU-Asylpakt? Das ist... Das Eingeständnis, dass das Asylsystem der EU eben nicht funktioniert, weil die Aussenstaaten, vor allem Griechenland und Italien, die Migranten nicht registrieren. Sie wären ja auch die Dummen, wenn sie es täten. Denn es ist bequemer und einfacher, den anlandenden Migranten ein Zugbilett in die Hand zu drücken, als sie zu registrieren und dann die Verantwortung zu übernehmen. Das haben sie jetzt auch gemerkt in Brüssel. und deshalb hat man um diese dysfunktionale Konstruktion irgendwie wieder zusammenzubasteln, hat man gesagt, jetzt machen wir einen Asylpakt. Das heisst, wir unterstützen die Italiener und die Griechen und die Spanier, die überfordert sind beim Registrieren und wir nehmen eben diese Migranten auch auf. Das ist natürlich das Falscheste, was man tun kann, denn damit vergrössern sie die Empfangsinfrastruktur und damit verschärft sich natürlich die Nachfrage. Wenn die Kunden, die Migranten, die Leute, die viel Geld bezahlen, um mit diesen Schiffen nach Europa zu kommen, wenn die sehen, aha, jetzt gehen da die Grenzen wieder auf und alle helfen einander und die Chance, am Ende in Deutschland oder in Schweden oder in der Schweiz landen zu können, die sind gross, die sind intakt, ja, dann gehen sie, dann machen sie sich auf die Reise, dann lohnt sich die Investition. Es ist also kontraproduktiv, schädlich, was man macht. Man will helfen, aber man verschlimmert das Ganze. Denn wenn Sie diesen illegalen Menschenhandel, und das ist es am Schluss, illegale Migration ist Menschenhandel, wenn Sie das stoppen wollen, dann müssen Sie dieser Industrie die Kunden entziehen. Und wie können Sie die Kunden entziehen? Indem Sie die Migranten gar nicht erst reinlassen, beziehungsweise sofort wieder zurückführen, dass dann eben das Fail-Investment sichtbar wird. Das ist der entscheidende Punkt hier, aber sicherlich nicht Ausbau. der Willkommensinfrastruktur. Genau das macht die EU. Und was macht der Ständerat? Er übernimmt das. Er zeigt sich dem gegenüber offen. Und wir wissen, wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Und der Ständerat hat das jetzt ein bisschen abgeschwächt. Man sagt, ja, wir machen mit, wenn die anderen sich aber wieder an diesen EU-Rücknahmemechanismen beteiligen. Das Dubliner Abkommen sieht vor, dass beispielsweise in Italien registrierten Migrant dann von den Italienern wieder zurückgenommen wird, wenn er in der Schweiz auftaucht, das machen die Italiener nicht, weil alle für sich selber schauen, weil sie sich für die Gelackmeierten halten, für die Benachteiligten in diesem Asylsystem, obwohl sie die Verträge unterschrieben haben. Darauf müssen wir nicht einsteigen, aber der Bundesbetrieb, der Bundesberner Politbetrieb, der Ständerat, der macht jetzt da mit und man lügt sich doch in die Tasche, wenn man sagt, ja, wir ... übernehmen diese Solidaritätsmechanismen, wie sie dann jeweils schönfärberisch genannt werden, diese Solidaritätsmechanismen, aber wir legen da noch todsichere Kriterien rein. Warum nicht einfach Nein sagen? Warum nicht einfach bei dem bleiben, was vernünftig ist, nämlich wir regeln unser Asylsystem selber und die Behauptung, die jetzt auch immer vom Justizminister kommt, von Beat Jans, die Schweiz sei die grösste Profiteurin vom Schengen-Dublin-System, das stimmt nicht. Weil mehrere Ex-EU-Ministerpräsidenten, da wechseln ja die Regierungen schnell in der EU, die haben gesagt, zum Beispiel Ministerpräsident Nehammer in Österreich ist Geschichte oder Mark Rutte in den Niederlanden, auch nicht mehr im Amt, hat jetzt ein anderes, die haben gesagt, Schengen und Dublin funktioniert nicht, Punkt. Aber im Bundeshaus bilden sie sich ein, als würde das Ganze noch funktionieren, aber es funktioniert eben nicht. Das ist eine... sicherlich wichtige Meldung des Tages. Jetzt aber noch etwas in eigener Sache, ebenso wichtig. Heute ab 17 Uhr unbedingt einschalten. Schicken Sie uns noch Fragen der Weltwoche Daily Livestream ohne Netz und doppeltem Boden. Sie haben die Gelegenheit ab 17 Uhr hier auf diesem Kanal mir Fragen zu stellen, Anliegen, Kritik, was Ihnen immer auf dem Herzen liegt. Wir sind für Sie da. Schicken Sie die Fragen an fragen.weltwoche.ch oder benutzen Sie das Formular weltwoche.ch Sprechstunde weltwoche.ch Sprechstunde Wir kontaktieren dann ausgewählte Absender und Sie sind in der Sendung auf diesem Kanal YouTube oder aber auf der Website. Da kommen Sie direkt rein. weltwoche.ch live weltwoche.ch live Wir freuen uns auf Sie. Ich habe darüber gesprochen, dass es in der SVP einen Streit geben soll über die Neutralitätsinitiative des Christoph Blocher und von Pro Schweiz. Pro Schweiz, das ist ja diese neue Schweiz-Verteidigungsorganisation mit ihrem Präsidenten Stefan Rietiker, entstanden aus der Fusion der alten AUNS und dem EU-NO. dass ich einmal zu präsidieren die Ehre gehabt habe. Und diese beiden Gruppierungen haben sich zusammengeschlossen für die Pro Schweiz und die Pro Schweiz hat diese Neutralitätsinitiative lanciert. Die ist auch eingereicht, die Unterschriften sind zusammengekommen. Es gibt dann irgendwann eine Volksabstimmung und da berichten die Medien, nicht zuletzt der Tagesanzeiger, es gäbe einen riesen Knatsch in der SVP über diese Initiative. Ich habe da noch ein bisschen nach. geforscht, weil das Thema interessiert mich, das Thema finde ich sehr, sehr wichtig. Aber wir müssen aufpassen, dass hier jetzt nicht sozusagen das parteipolitische Getöse die Sache überlagert. Was will diese Initiative? Sie will ganz klar festschreiben, die Neutralität in der Verfassung, und zwar verbindlicher, als das jetzt der Fall ist. Sie möchte keine Flexibilität in der Auslegung der Neutralität. Sie möchte eben nicht, dass man... Den Entscheid, die Schweiz in Kriege hineinzustürzen, dass man das dem Erwägen und Ermessen der jeweils amtierenden Politiker überlassen sollte. Nein, die Neutralität schützt ja die Bevölkerung, die Neutralität schützt die Schweiz. Das ist unser Schutzschild. Und da hat der Bundesrat gefälligst, haben die Politiker gefälligst, keine Flexibilität zu haben. Ich meine, wir haben ja auch keine Flexibilität auf den Autobahnen beim schneller Fahren. Da gibt es null Toleranz. Aber bei der Neutralität, wenn es um Krieg und Frieden geht, um alles oder nichts, da soll dann die grösstmögliche Flexibilität bestehen. Das ist natürlich ein Unsinn. Also definiert diese Initiative erstens, die Schweiz hat neutral zu sein, umfassend, immerwährend und bewaffnet. Das heisst, wir haben eine eigene Armee, können uns selber verteidigen, aber machen natürlich nicht mit in Bündnissen oder Kriegsallianzen oder Friedensallianzen, die dann im Notfall uns in Kriege hinein... rutschen lassen, also da ganz wichtig, selber sich verteidigen können, nicht mit einer fremden Armee die anderen abwehren. Zweitens, immerwährend, also nicht von Fall zu Fall, sondern dauernd, immer ist man neutral, in Frieden wie in Kriegszeiten, um eben glaubwürdig neutral zu sein. Und das Dritte, ganz wichtig, umfassend. Umfassend heisst, nicht nur militärisch neutral, sondern eben auch mit allen anderen Massnahmen, zum Beispiel Wirtschaftssanktionen. Das ist ja fürchterlich. wie der Wirtschaftskrieg heute verharmlost wird. Ich meine, die Hungerwaffe der Sanktionen, da geht es darum, ganze Länder auszuhungern. Ich meine, das hat man im Zweiten Weltkrieg gesehen, als die deutsche Wehrmacht zum Beispiel Leningrad belagert hat, mit dem Ziel, Leningrad auszuhungern. Das sind Wirtschaftssanktionen. Und das wird einfach auf die leichte Schulter genommen. Ja, das dürfe man ja machen. Das ist die Initiative. Ich unterschreibe die. Ich finde die ganz wichtig und ich finde es auch richtig. dass wir diese Frage ernsthaft diskutieren und entscheidend ist, dass wir eben keine flexible Neutralität à la Gart beliebig da als Gummineutralität in die Verfassung schreiben, um sie dann doch wieder fallweise auszulegen. Nein, das ist wichtig, dass die Schweiz hier wieder zu diesem Verständnis zurückkehrt. Das hat jetzt in der bundespolitischen Szene zu reden gegeben. Es gibt diesen Gegenvorschlag des Ständerats, der nicht so schlecht ist. Sie übernehmen wesentliche Teile, aber in einem Punkt sind sie eben nicht dabei und das ist die Frage der Wirtschaftssanktionen. Das wollen sie offen lassen. Um ganz präzise zu sein, die Initiative erlaubt es. Die UNO-Sanktionen, die soll die Schweiz übernehmen, aber eben keine anderen Sanktionen wie zum Beispiel EU-Sanktionen. Das machen wir jetzt im Ukraine-Krieg. kriegt. Der Ständerat also übernimmt das mit Ausnahme der Wirtschaftsanktionen. Und jetzt berichtet der Tagesanzeiger, gäbe es einen grossen Streit in der SVP bezüglich dieser Initiative. Einige Politiker bekämen kalte Füsse, möchten sich davon distanzieren, andere fänden es falsch, sie würden eben auch bei den Sanktionen dann gerne mitmachen, um da Solidarität zu zeigen und so weiter und so weiter. Ich glaube, es gibt solche Stimmen, aber es sind sehr, sehr wenige. Was mir auffällt bei der SVP ist, dass man sich sehr wenig engagiert für dieses Thema. Man scheint etwas Angst zu haben davor, weil eben diese Putz... Putin-Dämonologie im Raum schwebt. Ich meine, jeder, der die Neutralität verteidigt, sieht sich heute reflexhaft angegriffen. Er sei da ein heimlicher Russlandfreund, von dem lassen sich einige einschüchtern. Aber das ist der falsche Punkt und das geht gar nicht. Man ist doch nicht befreundet mit jemandem, wenn man neutral ist. Das ist das Überlebensinstrument der Schweiz seit vielen, vielen Jahrzehnten. Und ich kann hier nur sagen, dass man das sehr grundsätzlich argumentieren muss. Und wenn solche Artikel entstehen, Jetzt bei aller Übertreibung, dann sind sie eben ein Symptom dafür, dass offensichtlich die SVP, und das ist die Graalsüterin der Neutralität in der Schweiz, dass sie hier zu wenig entschlossen und beherzt auftritt und die argumentative Führerschaft übernimmt. Ich stelle fest, viele SVPler reden lieber über den EU-Unterwerfungsvertrag, über die Rahmenverträge, aber eben nicht über dieses wichtige Neutralitätsthema. Ist ja schon schlimm genug. dass nur noch eine Partei in der Schweiz dieses Thema wirklich ernst nimmt. Früher war das Mainstream, war das Konsens in der bürgerlichen Landschaft. Das ist noch etwas Hintergrund zu dieser Frage der Neutralität. Frankreichs Präsident Macron ernennt Verteidigungsminister Sébastien Le Corny zum neuen Premierminister, einen 39-jährigen, braven Gefolgsmann. des in den Seilen hängenden französischen Präsidenten. Ist ja auch interessant, Macron mit seinen Friedenstruppen in der Ukraine, Friedrich Merz, der auch immer gegen Putin poltert. Diese Politiker, die wollen ablenken von den Missständen zu Hause und sie wollen ablenken mit dem Krieg. Da haben sie ganz konkrete Anreize. Gefährlich, um wir Schweizer neutral bleiben, sollten uns da eben nicht reinziehen lassen von diesen Zauberkünstlern da. Ja, das ist wie beim Zaubertrick. Da macht man die Hütchen da, um von der eigentlichen Geschichte dort abzulenken. Das ist diese Kriegspolitik. Unfassbar, wie Politiker, Staatenlenker, die zu Hause gar keine Mehrheiten mehr haben, ein Makro mit 15% und 3'300 Milliarden Schulden, der will jetzt in die Kriegs-Ostfront hinein sich verlegen, predigt und plaudert da vom... Das Blaue vom Himmel bezüglich Armeeaufrüstung, auch in Deutschland. Das Geld ist gar nicht mehr vorhanden, diese Schuldenberge. Es ist eine völlig unseriöse Politik, jetzt hier von Geisterarmeen zu reden, die man dann gegen die Russen werfen will. Die Russen, die ja zum einen überhaupt nicht vorwärtskommen in der Ukraine, also im Grunde eine unfähige Armee haben, aber gleichzeitig stilisiert man die Gefahr ins absolut Dämonische, ins Teuflische hoch. Das geht auch. Innerlich gar nicht auf, das sind Gedanken, die sich wechselseitig ausschliessen, also heillose Verwirrung, Orientierungslosigkeit angesichts der geopolitischen Veränderungen auf diesem Planeten. Deshalb die Schweizer auch hier sind gut beraten, wenn sie sich etwas wegducken, wenn sie da Low Profile zeigen. Seit Monaten bemüht sich der Bundesrat um einen direkten Zugang zu Trump und muss plötzlich zusehen, wie dieser in der Loge einer Schweizer Uhrenfirma sitzt. Ich habe darüber schon gestern gesprochen. Das ist natürlich ein Coup für Rolex und den Chef Jean-Frederic Dufour. Und ich begrüsse das uneingeschränkt, wenn eben Schweizer Unternehmer, sehr erfolgreiche Unternehmen, wenn die auch Gespräche führen und Kontakte knüpfen. Wir wissen nicht, was die beiden diskutiert haben. Sie werden sicherlich nicht nur über Tennis und das schöne Wetter geredet haben. Aber das ist wichtig. Aber ich sehe schon wieder freudlose Kommentare in der Deutschschweiz, da in der Wirtschaftspresse macht man sich lustig. Nein, das sind eben diese atmosphärischen Berührungspunkte an den Synapsen der Weltpolitik gewissermassen, die hier bewirtschaftet werden. Das ist etwas Positives. Natürlich hat man damit das Problem noch nicht gelöst. Aber, und das kommt jetzt auch immer deutlicher heraus, wir sehen, dass diese Die Zollgeschichte in den Sand gesetzt wurde wirklich allen voran von unserer Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter. Ich schreibe darüber in der nächsten Weltwoche und bringe da neue Details und neue Fakten. Und das muss man hier einfach in dieser Deutlichkeit sagen, die hat es verkachelt. Die Bundespräsidentin hat es in den Sand gesetzt. Sie hat einen sicher geglaubten Deal versenkt, indem sie da Trump belehren wollte. Das hören wir, das wird immer mehr bestätigt, das verdichtet sich. Das heisst für den Bundesrat, dass man einfach bei der Fortsetzung dieser Verhandlungen die Bundespräsidentin eher etwas aufs Abstellgleis schicken sollte. Die Bundespräsidentin, die ohnehin ziemlich angeschlagen wirkt aufgrund dieser Vorgänge. Eine Politikerin, bei der sich eben rächt, dass sie so sehr auf ihr Image setzt. Da muss jedes Stäubchen weg, da muss jedes Herrchen sitzen. Das ist nicht wie bei mir, wenn gelegentlich auch die Frisur, wie Sie auch bemerkt haben, nicht immer gebändigt erscheint am frühen Morgen. Dafür haben wir die Dossiers im Griff und die Beurteilungen fallen wie gewohnt kristallkugelklar aus. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen. Für die Aufmerksamkeit, das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Jetzt dann gleich die internationale Sendung. Und heute um 17 Uhr unbedingt auf diesem Kanal Weltwoche Daily Livestream. Wir freuen uns auf Sie und wir sind schon ganz fiebrig in Erwartung, in gespannter Erwartung unserer Live-Gespräche am heutigen Nachmittag. Bis dann.
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