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SRG komplett neben den Schuhen: Zuerst schafft der Gebührensender das klassische UKW-Radio ab – um das Programm dann für viel Zusatzgeld dem Schweizer wieder schmackhaft zu machen

Es dürfte als eine der dümmsten Aktionen in die Schweizer Mediengeschichte eingehen. Per 31. Dezember 2024 hat die SRG die Verbreitung ihrer Radioprogramme über UKW (Ultrakurzwelle) eingestellt. Die Sender sind seitdem nur noch über DAB+ (Digital Audio Broadcasting) und Internet empfangbar.

© KEYSTONE / TIL BUERGY
Susanne Wille, Generaldirektorin SRG, spricht
© KEYSTONE / TIL BUERGY

Die Höherzahlen sind – wie zu erwarten war – eingebrochen. Kein Wunder, denn gerade viele ältere Menschen haben in ihren Autos keinen DAB+-Empfang oder noch ein altes Radio zu Hause. Die SRG, die diese Woche versprach, die Ausgaben zu reduzieren, reagiert jetzt auf den selbstverschuldeten Flop mit einer unbeholfenen Kampagne. Man wolle, so das Ziel der Werber, «digitale Radioempfangsarten bekannter machen», lässt die TV-Anstalt verkünden.

Dabei wird den Menschen, die schon Serafe-Gebühr von 335 Franken pro Jahr berappen, allen Ernstes empfohlen, ihre Autos umzurüsten – «Einbau eines neuen Autoradios mit DAB+-Empfang durch Fachperson (Garagisten), Preis ab 500 Franken erhältlich». Oder es heisst, die Personen könnten den «Einbau des Adapters mit Klebeantenne auf dabplus.ch, im Handel erhältlich, Preis zwischen 50 und 200 Franken» erwerben.

Es ist an Absurdität und Peinlichkeit nicht zu überbieten. Die gebührenfinanzierte SRG schafft mutwillig ein Angebot ab und gibt dann Tipps, wie man mit viel Geld trotzdem die Sender wieder nutzen kann. Eigentlich müssten die Menschen, die nun ihre Radios umrüsten, die Rechnung an den Staatssender schicken.

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