SRG-Halbierungsinitiative: Uiuiui, da haben wir noch mal Gück gehabt. Der Zusammenhalt der Nation bleibt bestehen, die Schweiz fliegt nicht in Stücke
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SRG-Halbierungsinitiative: Uiuiui, da haben wir noch mal Gück gehabt. Der Zusammenhalt der Nation bleibt bestehen, die Schweiz fliegt nicht in Stücke

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SRG-Halbierungsinitiative: Uiuiui, da haben wir noch mal Gück gehabt. Der Zusammenhalt der Nation bleibt bestehen, die Schweiz fliegt nicht in Stücke
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Bei der Halbierungsinitiative ging es bekanntlich ums Ganze. Es ging, so sagten die Gegner der Initiative, um nicht weniger als den Zusammenhalt der Schweiz: Bei einer Budgetreduktion der SRG wären die Landesteile auseinandergeflogen.

Zum Glück gab es nun ein Nein zur SRG-Initiative und damit ein Nein zur unvermeidlichen Separation der vier Landesteile. Noch in dieser Woche wäre sonst in Graubünden die Volksbefreiungsarmee Jürg Jenatsch entstanden, die eine rätoromanische Republik ausgerufen und Terroranschläge gegen Veloständer in SVP-Hochburgen der Innerschweiz verübt hätte.

© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
Karte mit den Sprachzonen der SRG.
© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI

In Zürich wäre es zu den sogenannten Zürcher Altersunruhen gekommen. Wochenlang hätten protestierende Rentner bei unbewilligten Demonstrationen den Slogan «Ess-Ess-Esserge» skandiert und sich mit der Polizei heftige Strassenschlachten unter Tränengaseinsatz geliefert. Unterstützung für die TV-Rentner wäre aus der Anarchistenszene von Lausanne gekommen.

Klar auch, wie der Zusammenhalt der Nation im Kanton Jura erodiert wäre. Jurassische Freischärler wären unter dem Schlachtruf «Jura libre – Télé libre» in den Kanton Bern einmarschiert, um dessen letzte französischsprachigen Gemeinden heimzuholen. Nach dem heftigen Widerstand Berns hätte das dann zur Entscheidungsschlacht von Courgenay geführt. Und vergessen wir die Zehntausenden von Genfern nicht, die aus Protest gegen tiefere TV-Gebühren in die Haute-Savoie ausgezogen und dort dann unter prekären hygienischen Bedingungen in Zeltlagern untergebracht worden wären.

Zum Glück gab es also nun ein Nein zur SRG-Initiative, welche bei einem Ja die Eintracht der Nation derart in Stücke zerlegt hätte. Danke darum, Susanne Wille, dass Sie mit Ihrem beherzten Abstimmungskampf die Einheit des Landes gerettet haben. Als SRG-Generaldirektorin gehören sie damit zur ehrenvollen Reihe von vergleichbaren Schweizer Persönlichkeiten: Niklaus von Flüe, Johann Rudolf Wettstein, Henri Dufour.

Trotz aller Freude darüber, dass die Schweiz nicht zerrissen wurde, bleibt doch eine Lehre. Die Kohäsion der Eidgenossenschaft muss immer wieder neu erkämpft werden. Die nächste Gelegenheit dazu kommt schon in wenigen Monaten. Am 1. August können wir diesen helvetischen Zusammenhalt wieder einmal patriotisch und vereint in die Luft knallen.

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