Das Schweizer Fernsehen SRF greift im Zuge neuer Sparmassnahmen nun auch bei einem bislang unangetasteten Bereich durch: der Garderobe seiner Moderatoren. Wie der Sender dem Portal Nau.ch bestätigt, gelten «zusätzliche Sparvorgaben» – auch bei Anzügen, Blusen und Accessoires für bekannte Formate wie die «Tagesschau», «10 vor 10» oder «Schweiz aktuell».
Oscar Alessio/SRF
Zwar ist es weiterhin tabu, dass SRF-Gesichter in privaten Kleidern vor die Kamera treten. Doch beim Einkauf und bei der Wiederverwertung der Outfits wird nun noch strenger kalkuliert. Die Kleidung gehört dem Sender, wird zentral angeschafft und bleibt dessen Eigentum. «Wir haben ein Styling-Team, das Kleider für die Moderatoren einkauft», so SRF. Die Looks dürfen nicht privat getragen werden.
Einzelne Kleidungsstücke – etwa Hemden, Blusen oder Jacken – werden nun offiziell von mehreren Moderatoren genutzt. Das sei zwar nichts völlig Neues, doch jetzt werde der sogenannte Garderoben-Pool bewusster eingesetzt. Wenn ein Stück nicht mehr passt oder gebraucht wird, wandert es weiter. SRF betont zudem den Nachhaltigkeitsaspekt: Die Kleidung werde gepflegt, umgestaltet und oft über viele Jahre getragen.