Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verliert die SPD deutlich an Zustimmung und Vertrauen bei zentralen Wählergruppen. Dies berichtet die Bild-Zeitung.
Die SPD kam bei der Wahl auf 25,9 Prozent und büsste damit knapp zehn Prozentpunkte ein. Laut Infratest Dimap sehen 71 Prozent der Befragten die Partei «nicht mehr eindeutig auf der Seite der Arbeitnehmer». 64 Prozent der SPD-Wähler geben an, die Partei habe «vor der Bundestagswahl viel versprochen, aber wenig gehalten». 53 Prozent sind der Ansicht, die SPD kümmere sich «mehr um Bürgergeldempfänger als um Leute, die hart arbeiten und wenig Geld verdienen».
Kay Nietfeld/DPA/Keystone
Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei klassischen Stammwählern. Unter Arbeitern sank die Zustimmung von 36 Prozent im Jahr 2021 auf 22 Prozent im Jahr 2026. Bei Angestellten fiel sie im gleichen Zeitraum von 35 auf 22 Prozent. Auch unter Rentnern ging der Anteil von 45 auf 35 Prozent zurück.
Zugleich sind 75 Prozent der Wähler in Rheinland-Pfalz mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden, nur 22 Prozent zeigen sich zufrieden. 46 Prozent der Nicht-SPD-Wähler meinen, die Partei verhindere Reformen im Land.