In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf ist es bei der Debatte über den jüngsten Stromanschlag zu einem politischen Eklat gekommen. Die SPD-Bezirksverordnete Ellinor Trenczek erschien zur Sitzung in einem Sweatshirt mit dem Logo der «Antifaschistischen Aktion». Dies berichtet die B.Z..
Die Sitzung diente der Aufarbeitung des massiven Stromausfalls, der durch einen linksextremistischen Anschlag auf eine Kabelbrücke ausgelöst worden war. Auf Trenczeks Kleidung war das bekannte Antifa-Symbol mit schwarzer und roter Fahne deutlich sichtbar. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ordnet das Zeichen dem Linksextremismus zu und bezeichnet es als Symbol, das insbesondere im «gewaltorientierten Teil der Szene» für militante Aktionsformen stehe.
CDU-Bezirkspolitiker Torsten Hippe warf Trenczek während der Sitzung eine Verherrlichung der Antifa vor. Trenczek entgegnete: «Was haben Sie gegen Antifaschismus?» Hippe erklärte daraufhin, er habe nichts gegen Antifaschismus, «wenn er nicht in Terror abgleitet». Trenczek sagte am Rednerpult: «Antifaschismus ist eine Frage der Haltung» und ergänzte: «Wer nicht antifaschistisch ist, ist faschistisch.»
Trenczek äusserte sich auf Anfrage der B.Z. nicht zu dem Vorfall.