Lars Klingbeil und Bärbel Bas, beides Spitzenfunktionäre der SPD, kassieren jeweils rund 520.000 Euro brutto im Jahr. Das geht aus einem Bericht des Onlineportals Tichys Einblick hervor, das sich auf Angaben des Münchner Merkurs beruft. Beide Politiker vereinen gleich mehrere bezahlte Funktionen: Bundestagsmandat, Parteivorsitz und Ministeramt.
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Klingbeil etwa erhält als Bundesfinanzminister rund 23.000 Euro monatlich, dazu kommen 11.200 Euro als Bundestagsabgeordneter und 9000 Euro als SPD-Chef – zusammengerechnet gut 43.000 Euro im Monat. Bärbel Bas, Bundesministerin, Bundestagsabgeordnete und SPD-Co-Vorsitzende, kommt auf ein ähnliches Gesamtgehalt. Damit übertreffen beide sogar das Einkommen von Bundeskanzler Friedrich Merz, der seinen CDU-Vorsitz ehrenamtlich ausübt.
Die Zahlen sorgen für Kritik, insbesondere angesichts des sozialdemokratischen Anspruchs, für die «arbeitende Mitte» zu sprechen. Während die SPD höhere Steuern für sogenannte Gutverdiener fordert, stehen ihre Spitzenvertreter selbst am oberen Ende der Einkommensskala. Der durchschnittliche Bruttojahresverdienst in Deutschland lag 2023 laut Statistischem Bundesamt bei rund 55.600 Euro – also etwa einem Zehntel der Klingbeil- und Bas-Bezüge.
Bei der Bundestagswahl 2025 fiel die SPD auf 16,4 Prozent, laut aktuellen Umfragen dümpelt sie bei 14 bis 15 Prozent. In manchen ostdeutschen Bundesländern wurde sie von Linken und BSW bereits überholt.